Ausstellung

Anno Smith

16 Oktober 2015 bis 05 Juni 2016

Viele Groninger Fassaden zieren auffällige, farbige Keramiken. Auch wenn sie den Einheimischen geläufig sind, ist den meisten der Name des Künstlers unbekannt: Anno Smith.

  • Relief De Alkmaarse Kaasdragers by Anno Smith, located in a wall of a former warehouse in the Dutch city of Groningen.
  • Anno Smith, Gevelsteen "Woningplan 1950", DEZE STEEN IS GELEGD ALS SYMBOOL VAN DE EENDRACHTIGE SAMENWERKING VAN 30 GEMEENTEN TER VERWEZENLIJKING VAN HET 1000 WONINGENPLAN 1950
  • Anno Smith, steengoed schaaltje met blauwe glazuur, 1935-1990, diameter 18 cm, collectie Groninger Museum

Anno Ferdinand Smith (Groningen 1915 – 1990 Groningen) absolviert seine Ausbildung an der Kunstakademie Minerva vom Bildhauer Willem Valk und dem Zeichenlehrer A.W. Kort. Nach Abschluss des Studiums wird er 1937 Keramiker. Seine Experimente mit unterschiedlichen Glasuren sind vielversprechend. Die außergewöhnliche Farbgebung verhilft ihm in Kreisen des Kunsthandwerks und seiner Anhänger zu Anerkennung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er auch bei einem breiteren Publikum bekannt. Dank des Erfolgs seiner Tafel Die Käseträger an einem Packhaus am Groninger Westerhaven erhält Smith aus den nördlichen Niederlanden viele Aufträge für Fassadenreliefs. So fertigt er Arbeiten für Schulen, öffentliche Gebäude und Wohnungsbaugesellschaften. Seine Werke verleihen u. a. Wohnblocks in den Groninger Stadtvierteln West-Indische Buurt, Rivierenbuurt und De Wijert ein eigenes Gesicht. Anno Smith setzt vielfach heraldische Symbole ein. Ende der 1960er-Jahre wird seine Baukeramik abstrakt.

Obwohl sich sein Œuvre in den letzten Jahren eines zunehmenden Interesses erfreut, ist es zugleich bedroht, denn Wohnhäuser und Gebäude aus der Zeit des Wiederaufbaus erhalten in unserer Zeit oft Neubestimmungen oder sie werden abgerissen. Zum Glück werden Anno Smiths Baukeramiken heute sorgfältig konserviert und, wenn möglich, andernorts angebracht.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistoriker Jaap Ekhart, dem Fotografen Rudmer Nijman sowie verschiedenen Leihgebern.