Ausstellung

Abraham Bosse - Radierungen

28 Januar 2014 biß 22 Juni 2014

Ausstellung im Kupferstichkabinett
Abraham Bosse war ein 1603 in Tours geborener französischer Künstler deutscher Abstammung. Bosse wurde vor allem für die große Zahl seiner Radierungen bekannt, insgesamt ca. 1600. Viele von ihnen waren als Illustrationen für Bücher gedacht, aber er verkaufte sie auch einzeln.

Bosse fertigte Seriendrucke an, in denen er biblische Geschichten oder andere moralisierende Erzählungen darstellte. Die Art und Weise, wie er diese Geschichten als alltägliche, beinahe triviale Szenen gestaltete, zeigt, dass er unter dem Einfluss der niederländischen Kunst stand. Das Dekorum ist hingegen eindeutig französisch geprägt, wobei Bosse bzw. seine Kundschaft offenbar eine Vorliebe für das Milieu höherer Stände hatten. Diese Kombination macht ihn äußerst originell. Auffallend ist Bosses große Aufmerksamkeit für die Details der Kleidung seiner Personen. Das hat er vielleicht von seinem Vater übernommen, der Schneider war. 1676 starb Abraham Bosse in Paris.

Das Groninger Museum besitzt einige Dutzend Radierungen von Bosse, aus denen für diese Ausstellung im Kupferstichkabinett eine repräsentative Auswahl getroffen wurde.