Adam Camerarius

2004

Das Groninger Museum präsentiert vom 12. November 2004 bis 10. April 2005 die Ausstellung Adam Camerarius: ein Groninger Maler aus dem Goldenen Jahrhundert. Diese Ausstellung ist die erste Übersicht von Werken des unbekannten aber überraschend guten, im 17. Jahrhundert aktiven Groninger Malers Adam Camerarius.

2004 erwarb das Groninger Museum das Gemälde Porträt einer Frau wie Diana des im 17. Jahrhundert aktiven Groninger Malers Adam Camerarius. Der Zugang ist das aussagekräftige Porträt einer starken Frau in Fantasiekleidung. Mit einem Bogen in der Hand und einer Mondsichel auf ihrem Kopf erscheint sie als Göttin Diana. Dieser Ankauf ist eine Besonderheit, da nur wenige Gemälde von Camerarius bekannt sind. Für das Groninger Museum ist es der dritte Erwerb eines Camerarius' innerhalb von hundert Jahren: Bereits 1901 und 1955 konnten Werke dieses Meisters hinzugewonnen werden. Im Jahre 1901 wurde dem Groninger Museum ein Kamingemälde geschenkt, auf dem die vier Kinder des Bürgermeisters Tjaerd Gerlacius abgebildet sind. 1955 wurde das Porträt von J. Reiniers angekauft. Das Porträt von Diana, eine Dauerleihgabe des J. B. Scholtenfonds, wurde zum Anlass für diese Ausstellung genommen. Das Gegenstück des Gemäldes, das den Gott Apollo zeigt, kommt für die Werkschau aus Reims.

Camerarius wurde in Groningen geboren; seine Ausbildung genoss er in Amsterdam. Camerarius, der vor allem mit seinen ungewöhnlichen, überraschend modern wirkenden Farbkombinationen auffiel, malte größtenteils Porträts. 1659 kehrte er wieder in seine Geburtsstadt Groningen zurück. Die Verbindungen seiner Familie sorgten hier für Aufträge. Obwohl er ein ausgezeichneter Maler war viel sein Werk inmitten der großen Meister des Goldenen Jahrhunderts nicht sonderlich auf. Sowohl Geburts- als Sterbejahr sind bis heute leider unbekannt.

Weitere Ausstellungsstücke sind frühe großformatige Werke von Camerarius: Christus und der Hauptmann über Hundert aus dem Rijksmuseum Amsterdam und Regenten des Waisenhauses in Naarden von der Stadt Naarden. Aus dem Rubenshaus in Antwerpen kommt ein Porträt von Maria Magdalena. Ist ist lange her, dass das Groninger Museum mit aus dem 17. Jahrhundert stammenden Meisterwerken dieses Formats aufwarten konnte.

Ausstellungskoordinator: Dr. Egge Knol
Zur Ausstellung erscheint ein von Robert Schillemans und Egge Knol verfasster Katalog mit dem Titel Adam Camerarius, een Groninger Schilder uit de 17de eeuw. € 9,95 ISBN: 90 71961 60 8

Für weitere Informationen: Josee Selbach oder Rixt Horstmann, +31-(0)50-3666555, E-Mail jselbach@groningermuseum.nl / rhorstmann@groningermuseum.nl, www.groningermuseum.nl

< Öffnungszeiten: Di. bis So. und an Feiertagen von 10.00- 17.00 Uhr.
25. Dezember und 1. Januar geschlossen.
In den Sommermonaten Juli und August auch montagnachmittags geöffnet.