Ausstellung

Ai Weiwei

02 März 2008 bis 23 November 2008

Ai Weiwei (1957) ist eine der herausragendsten zeitgenössischen Persönlichkeiten in der Kunstszene Chinas. Kürzlich war er als Berater am Entwurf des Olympiastadions in Peking beteiligt. Diese Solo-Werkschau war sein Debut im Groninger Museum.

Das Werk von Ai Weiwei umfasst Performances, Installationen und Architektur. Seit 1978 etablierte Ai Weiwei sich als Mitglied der Künstlergruppe Xingxing (the Stars) in der Pekinger Kunstszene. Als diese sich 1983 auflöste, ließ er sich in New York nieder. 1993 kehrte er nach Peking zurück, wo er anfing, chinesische Elemente in sein Werk einfließen zu lassen.
Hiermit untersucht er auf provozierende Weise den Mechanismus von traditioneller und politischer Symbolik. Für eines seiner Werke ließ er eine aus der Han-Dynastie stammende Urne auf dem Boden zerschmettern. Auch andere den Nationalstolz reflektierende Objekte vielen quasi als Statement aus seinen Händen. Alte Vasen bemalte er mit dem Coca-Cola-Logogramm oder mit fröhlichen Farben. Anschließend präsentierte er sie als billige Fälschungen. Im Jahr 1997 gründete er das China Arts Archives and Warehouse, ein Podium für junge und experimentelle Künstler.

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stand Ai Weiweis Faszination für Keramik. Es ist ein Material, das sich wie ein roter Leitfaden durch sein Œuvre zieht und stark verbunden ist mit der kulturellen Identität Chinas. Im Coop Himmelb(l)au Pavillon war eines seiner neuesten Werke Pillars zu sehen. Dieses Werk ist ein lebensgroßer Vasen-Wald, in dem der Besucher sich frei umherbewegen konnte.

  • Ai Weiwei - Pillars. Private Collection Switserland, Courtesy Galerie Urs Meile, Beijng-Lucerne