Ausstellung

Armand Bouten

Kunst schafft sichselbst

09 November 2008 bis 01 März 2009

Armand Bouten kam 1893 in Venlo zur Welt. Mit 21 Jahren zog er nach Amsterdam, wo er an der Rijks Normaalschool voor Tekenonderwijs Zeichenunterricht bekam. Im Jahre 1922 heiratete er seine Mitstudentin Hanny Korevaar; die Flitterwochen verbrachten sie in Südeuropa. Das Paar wohnte abwechselnd in Paris, Marseille, Budapest, Brüssel und kürzere Perioden in den Niederlanden in Amsterdam und Den Haag. 1953 kehrten sie, vollkommen verarmt, definitiv in die Niederlande zurück, wo sie bis ans Ende ihres Lebens einsam in Amsterdam wohnten.

Boutens früherer kubistisch- expressionistischer Stil ändert sich ab seiner ersten Reise nach Südeuropa: Grelle Farben und kräftige Konturen halten Einzug in sein Werk. Auch seine vorherigen Themen wie Bauern und Arbeiter in holländischen Landschaften ändern sich während seiner Reisen: Roma, Jahrmärkte, Cafés und Bordelle tauchen in seinem Werk auf. Später verraten grausame Darstellungen in traurigen, düsteren Farben die wachsenden politischen Spannungen im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf er noch einige Gemälde, farbige Gouachen und kleine Federzeichnungen auf Papier von hauptsächlich Amsterdamer Prostituierten und Stadtansichten.

Das Groninger Museum präsentierte eine Werkschau dieses tief gewurzelten Expressionisten, der beim großen Publikum bis heute unbekannt geblieben ist.

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