Bomben Berend und die Befreiung Groningens

24. Mai 2007

Das Groninger Museum präsentiert Bomben Berend und die Befreiung Groningens. Die Ausstellung läuft vom 9. Juni bis 2. September 2007 im Ovalen Saal West.

Nach monatelanger Belagerung durch den münsterschen Fürstbischof Bernhard von Galen verließ dieser vor 335 Jahren - am 28. August 1672 – die Stadt Groningen, die Carel Rabenhaupt heldenmütig verteidigt hatte. Von Galen war bekannt unter dem Namen "Bomben Berend”, weil er die Stadt Groningen fortwährend mit Bomben beschoss und dadurch schwer beschädigte. Der Angriff des Fürstbischofs von Münster war kein Einzelfall. Zur gleichen Zeit waren auch der König von Frankreich und der Bischof von Köln in die Niederlande eingefallen während England unser Land vom Meer aus angriff. Die Befreiung Groningens war eine positive Kehrtwende in diesem Katastrophenjahr.

Seitdem wird - mit kurzen Unterbrechungen - die Befreiung Groningens gefeiert. 1672 und in den darauf folgenden Jahren wurde der Befreiung mit Drucken, Münzen, Medaillen, Gemälden und andern Kunstformen gedacht. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Befreiung wieder in jedem Jahr so gefeiert, wie dies auch heute noch geschieht, mit Pferdeschau, Jahrmarkt und Feuerwerk.

Die Ausstellung zeigt besondere Gegenstände aus der Zeit während der Belagerung Groningens im Jahre 1672 und kurz danach. Ferner schenkt die Ausstellung den Befreiungsfeierlichkeiten in späteren Jahren mit alten Filmaufnahmen von den 28. Augusttagen im 20. Jahrhundert Beachtung.

Eine Besonderheit der Ausstellung ist ein erstmalig in der Stadt gezeigtes Gemälde des deutschen Malers Wolfgang Heimbach. Auf diesem Gemälde ist der Fürstbischof von Münster auf seinem Pferd vor der Stadt Groningen abgebildet. Fürstbischof Von Galen selbst feierte mit diesem Gemälde die Belagerung als große militärische Leistung.

Zur Ausstellung erscheint ein Buch über die Belagerung, das dank des Westerwolds Monumenten Fonds allen Schülern der 8. Grundschulklasse in der Stadt Groningen zusammen mit einer Freikarte zur Ausstellung angeboten wird.

Notiz an die Redaktion
Konservator: Egge Knol.
Weitere Informationen: Josee Selbach, jselbach@groningermuseum, oder Roel van Venrooij, rvanvenrooij@groningermuseum.nl +31-(0)50-3666555.
www.groningermuseum.nl