Brücke

7. Juli 2009

Das Groninger Museum präsentiert vom 13. Dezember 2009 bis 11. April 2010 Höhepunkte aus der Sammlung des Brücke Museums in Berlin. Die Ausstellung, die im Ploeg-Pavillon des Museums veranstaltet wird, zeigt 150 Werke. Hierzu gehören u.a. Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen der Brücke-Mitglieder Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt- Rottluff, Fritz Bleyl, Max Pechstein, Emil Nolde, Cuno Amiet und Otto Mueller.

Die Grundlage der Sammlung und der Gründung des Brücke Museums bildete eine Schenkung einer großen Anzahl von Werken von Karl Schmidt-Rottluff im Jahre 1964. Seitdem wurde die Sammlung mit Werken anderer Brücke-Mitglieder durch Ankäufe, Schenkungen und Dauerleihgaben erweitert. Die 1905 in Dresden gegründete Künstlergruppe „Brücke“ gilt bis heute als einer der wichtigsten Grundpfeiler des Nordeuropäischen Expressionismus.

Die schnellen skizzenhaften Formen und die expressiven Farben in oftmals kontrastierenden Kombinationen kennzeichnen den Brücke-Expressionismus. Zu den Themen der Brücke-Künstler gehören Stadtansichten, Landschaften und die Welt des Varieté. Nach Auflösung der Gruppe im Jahre1913 gingen die einzelnen Künstler eigene Wege. In den dreißiger Jahren wurde das Werk der Brücke-Mitglieder von den Nationalsozialisten als entartete Kunst bezeichnet.

Es ist eine Besonderheit, dass diese Werke im Groninger Museum zu sehen sind. In den 1920er Jahren ließen sich auch einige Maler der Groninger Künstlergruppe De Ploeg vom Expressionismus der Brücke inspirieren. Unter der beseelten Leitung von Jan Wiegers, der sich während eins Kuraufenthalts in Davos mit Ernst Ludwig Kirchner angefreundet hatte, entwickelte sich ein vollkommen neuer Blickwinkel auf die Groninger Landschaft und die Porträtmalerei.

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitkatalog mit Artikeln von Brücke-Experten wie Prof. Dr. Magdalena Moeller und Christiane Remm, herausgegeben vom Hirmer Verlag in niederländischer und deutscher Sprache.

Sponsoring
Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Stichting Fonds Kunst en Economie, eine Initiative von VNO-NCW Noord. Dieses Projekt wird mitfinanziert durch die Europäische Gemeinschaft und dem Samenwerkingsverband Noord- Nederland, EZ/Kompas.

Mit Dank an Beringer Hazewinkel

Notiz an die Redaktion
Weitere Informationen erteilen:
Josee Selbach, jselbach@groningermuseum.nl, Evelien Bijlefeld, ebijlefeld@groningermuseum.nl, +31-(0)50-3666555, www.groningermuseum.nl.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10.00-17.00 Uhr, freitags bis 22.00 Uhr.
Geschlossen: montags, 25. Dezember und 1. Januar.