Das unbekannte Russland. Orientalistische Malerei 1850 -1920

31. Mai 2010

Das Groninger Museum präsentiert vom 19. Dezember bis 8. Mai 2011 die Ausstellung Das unbekannte Russland. Orientalistische Malerei 1850 -1920. Mit vielen Gemälden und Zeichnungen beleuchtet das Museum den Einfluss des russischen Orients auf die Malerei im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts und macht uns gleichzeitig mit Malern bekannt, die diese Länder hervorgebracht haben.

Das unbekannte Russland. Orientalistische Malerei 1850 -1920 erzählt die Geschichte der (kunst)historischen Beziehung Russlands zu seinen südlichen Nachbarn: Usbekistan (früher Turkestan), die Kaukasusländer (Georgien, Armenien) und die Krim – eine Beziehung, die geprägt wurde von der Faszination für orientalische Traditionen und einer Reihe von Eroberungskriegen.  

Der bedeutendste Künstler der Ausstellung ist Wassili Wereschtschagin (1842-1904). Er begleitete die Armee auf ihren Feldzügen in Richtung Süden. Als Kriegsfotograf schilderte er sowohl die unbarmherzige Realität des Kriegsgeschehens als auch den Reichtum der orientalischen Kulturen. Er ermöglichte somit Einblicke in eine unbekannte orientalische Welt im 19. Jahrhundert. Selbstverständlich hatten diese Länder auch ihre eigenen zeitgenössischen Künstler. Sie zeigten ihre Interpretation der reichen Traditionen ihres jeweiligen Landes, was sie auch während der russischen Vorherrschaft weiterentwickelten.

Folgende Themen werden in der Ausstellung behandelt: Allegorien (wie Russland seine Nachbarn sah), Reiseimpressionen, Kriegsberichte, das Alltagsleben im russischen Orient und der biblische Osten. Die Ausstellung zeigt über hundert Werke von Wassili Wereschtschagin, Martiros Sarjan, Wassili Polenow, Niko Pirosmanaschwili, Pavel Kuznetsov, Jewgeni Lansere u.a.

Russland und das Groninger Museum
In den vergangenen Jahren hat das Groninger Museum sich mit verschiedenen Ausstellungen der russischen Kunst gewidmet. 2001 lief im Museum die sehr erfolgreiche Ausstellung Ilja Repin. Das Geheimnis Russlands, gefolgt von Die russische Landschaft (2003) und Russische Märchen, Volkserzählungen und Legenden (2007).

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitkatalog mit Beiträgen von u.a. Dr. Inessa Kouteinikova (Gastkonservatorin) sowie Fachexperten aus Russland, Kanada und Europa.

Leihgeber
Russland

Moskau: A.A. Bakhrushin State Central Theatrical Museum, The Bolshoi Theatre Museum of Russia, The State Museum of Oriental Art, The State Historical Museum, State Tretyakov Gallery, Private collection

Tula: Tula Regional Art Museum

St. Petersburg: The Russian Museum of Ethnography, Scientific Research museum of the Russian Academy of Arts

Ukraine
Kiew: National Art Museum of Ukraine, Kiev Museum of Russian Art

Armenien
Eriwan: National Gallery of Armenia, Martiros Sarian House Museum

Usbekistan
Taschkent: State Museum of Art of Uzbekistan

Buchara: The Bukhara State Architectural and Art Museum
Samarkand: Samarkand Museum

England
London: Sphinx Fine Art

Sponsor
Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Stichting Fonds Kunst en Economie, eine Initiative von VNO-NCW Noord und dem Groninger Museum. Dieses Projekt wurde mitfinanziert durch den Samenwerkingsverband Noord-Nederland – EZ-KOMPAS.

Medienpartner
Dagblad van het Noorden
Notiz an die Redaktion
Gastkonservatorin: Dr. Inessa Kouteinikova, Produktionsleiterin der Ausstellung: Stijn ten Hoeve, Ausstellungsgestaltung: Mark Wilson.

Weitere Informationen erteilen:  Josee Selbach, jselbach@groningermuseum.nl, +31-(0)50-3666555.