Ausstellung

De Ploeg - Sammlung Groninger Museum

28 April 2012 biß 17 Februar 2013

Im Groninger Museum ist die Ausstellung De Ploeg – Eigene Sammlung zu sehen. Die De Ploeg-Sammlung ist ein Höhepunkt im Werkebestand des Groninger Museum. Die Ausstellung zeigt Werke von Jan Altink (1885-1971), Jan Wiegers (1893-1959), Johan Dijkstra (1896-1978), Alida Pott (1888-1931), George Martens (1894-1979), Jan Gerrit Jordens (1883-1962) und Hendrik Nicolaas Werkman (1882-1945). Präsentiert wird eine Auswahl der inzwischen sehr umfangreichen Sammlung; gegenwärtig verfügt das Groninger Museum über mehr als zweitausend Werke von De Ploeg-Mitgliedern.

  • Johan Dijkstra, Paterswoldseweg, 1928, Collectie Groninger Museum
  • Jan Wiegers, Groninger landschap met kanaal, 1923, Collectie Groninger Museum, aangekocht met steun van Vereniging Rembrandt en Stichting J.B. Scholtensfonds
  • George Martens, Kattendiep in de regen, 1927, Bruikleen Stichting De Ploeg


Einige Groninger Künstler ergriffen 1918 die Initiative zur Gründung der Künstlergrupe De Ploeg. Den De Ploeg-Mitgliedern der ersten Stunde wie Jan Altink, Johan Dijkstra, Jan Wiegers und George Martens schlossen sich bereits schnell u.a. Jan Gerrit Jordens, Hendrik Nicolaas Werkman, Job Hansen, Jan van der Zee, Jannes de Vries an. Den Namen der Künstlergruppe hatte Altink sich ausgedacht: das Groninger Kunstleben müsse – so  fand er – einmal gründlich umgepflügt werden, um anschließend neu aufkeimen zu können. Ein gut gewählter Name, wie sich später herausstellte; die Künstler legten in den darauffolgenden Jahre einen avantgardistischen Elan an den Tag und waren aufgeschlossen für verschiedenste neue Einflüsse und Techniken.

Nationale Bedeutung
Unter der Führung von Jan Wiegers, der sich während eines Kuraufenthalts im Schweizer Davos mit Ernst Ludwig Kirchner angefreundet hatte, entstand eine Malerei, die dem deutschen Expressionismus in hohem Maße tributpflichtig war. Vor allem die Kunst von De Ploeg aus den 1920er und 30er Jahren ist von nationaler Bedeutung, weil gerade darin der stark erneuernde Einfluss des deutschen Expressionismus sichtbar wird. Neu war auch, dass die Maler die weite Groninger Landschaft zu einem wichtigen Thema ihrer Kunst machten. Hierdurch entstanden charakteristische Landschaften mit hohen Horizonten und in der Ferne verschwindenden Wegen und Gräben; mit expressionistischen Farben und einem spezifischen Pinselstrich verliehen sie dem ausgestreckten und rauen Charakter dieser Agrarlandschaft Ausdruck.

Porträt und Stadtleben
Außer der (Groninger) Landschaft sind auch Porträts und Stadtleben wichtige Malmotive von De Ploeg. Daneben kannte die Künstlergruppe eine konstruktivistische Richtung mit den prominenten Vertretern Wobbe Alkema, Jan van der Zee und Hendrik Nicolaas Werkman. H. N. Werkman nimmt dabei als Künstler-Drucker aufgrund der vollkommen neuen Anwendung von Drucktechniken für seine “Druksels“ eine einzigartige Position ein.