Ausstellung

Die Neuen Wilden

Figurative Malerei in der BRD in den 80er-Jahren

30 April 2016 bis 23 Oktober 2016

Die Neuen Wilden ist eine Übersicht der figurativen Malerei, die Anfang der 1980er-Jahre im Westen Deutschlands aufkam. Die Kunst knüpfte an eine breite internationale Strömung, in der sich junge "wilde" Maler gegen das damals herrschende Kunstklima auflehnten. Die Bilder sind rau und aggressiv, mitunter schlichtweg absurd, fast immer jedoch humorvoll und zugleich nachdenklich.

Die Neuen Wilden mit Arbeiten von Hans Peter Adamski, Peter Angermann, Elvira Bach, Ina Barfuss, Peter Bömmels, Werner Büttner, Luciano Castelli, Walter Dahn, Jiří Georg Dokoupil, Rainer Fetting, G.L. Gabriel, Georg Herold, Gerard Kever, Martin Kippenberger, Jan Knap, Milan Kunc, Helmut Middendorf, Christa Näher, Gerhard Naschberger, Albert Oehlen, Markus Oehlen, Salomé, Andreas Schulze, Bettina Semmer, Volker Tannert, Thomas Wachweger und Bernd Zimmer ist vom 30. April bis 23. Oktober 2016 zu sehen.

  • Jiří Georg Dokoupil, Ohne titel/zonder titel, Archiv Paul Maenz, Berlin.
  • Walter Dahn, Geburt der Muelheimer Freiheit 1981, collection Paul Maenz, Berlin

Wie der Punk einst die Welt der Popmusik aufschreckte, so impulsiv und rabiat forderte der Neo-Expressionismus die Kunstwelt heraus. Im Kunstbetrieb herrschten in den 1960er- und 70er-Jahren abstrakte und konzeptuelle Tendenzen vor. Keiner hätte erwartet, dass die figurative, expressionistische Malerei in so vehementer Form zurückkehren würde. Doch genau das passierte in vielen Ländern, allerdings nirgendwo so umfassend wie in der damaligen BRD. Dort bildeten sich in verschiedenen Städten lebendige Zentren, in denen junge Künstler oft in wechselseitigem Einfluss und Konkurrenz raue, provokante und zugleich humorvolle Bilder malten. Für viele kamen die neu entdeckten Möglichkeiten der figurativen Malerei einer Befreiung gleich. Die gezeigten, häufig überlebensgroßen Gemälde belegen das eindrucksvoll.