Ausstellung

Die Russische Landschaft

13 Dezember 2003 bis 02 Mai 2004

Mit dieser Ausstellung setzt das Groninger Museum seine Entdeckungsreise durch die russische Kunst des 19. Jahrhunderts fort. Die Ausstellung zeigt wichtige Werke von Iwan Schischkin, Isaak Lewitan und Archip Kuindshi.

Die russischen Landschaftsmaler waren davon besessen, der unendlichen, manchmal grauen aber auch überwältigenden russischen Landschaft eine eigene Form zu geben. Archip Kuindshi ist die größte Entdeckung der Ausstellung “Die Russische Landschaft”. Er entwickelte einen völlig eigenen Stil, bei dem Experimente mit Farben und Licht im Dienste der Erforschung der russischen Eigenheit stehen. Seine Kunst ist mit nichts in Russland oder außerhalb davon zu vergleichen. Das Groninger Museum hat den großen Mittelsaal des Mendini-Pavillons reserviert, um dieses kürzlich entdeckte Genie in ganzer Pracht dem westlichen Publikum vorzustellen.

Isaak Lewitan ist der bekannteste und beliebteste der drei russischen Landschaftsmaler. Er versöhnte die wichtigsten Themen der Landschaftsmalerei - Unendlichkeit, Stille, undurchdringliche Natur - mit einem europäischen Stilidiom. Sein Freund Anton Tschechow ließ sich in seinen eigenen Landschaftsbeschreibungen häufig von Lewitans lyrischen Gemälden inspirieren. Das Groninger Museum zeigt u.a. die dramatische Wladimirka. Auf dieser Straße begannen viele Sträflinge ihren Fußmarsch nach Sibirien. Das Moskauer Tretjakow Museum hat als große Ausnahme dieses Werk, das für Russen von großer historischer Bedeutung ist, nach Groningen ausgeliehen.

Iwan Schischkin malte mit fotografischer Genauigkeit den russischen Wald in all seinen Erscheinungsformen. Seine monumentalen Gemälde sind, im Hinblick auf Größe und Präzision, mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Das Museum zeigt u.a. Schischkins letztes Meisterwerk, der immense Kiefernwald aus dem Russischen Museum in St. Petersburg. Neben einer umfangreichen Präsentation dieser drei Künstler ist eine Auswahl von Werken ihrer Vorläufer und Nachahmer zu sehen.

Dem Groninger Museum ist es erneut gelungen ein Abkommen mit Museen in Moskau, St. Petersburg, Nishnij Nowgorod und Kiew zu schließen.

Vom 23. Juni 2004 bis 12. September 2004 läuft diese Ausstellung in der National Gallery in London.

Die Zusammenstellung der Ausstellung liegt in den Händen von Prof. Dr. Henk van Os sowie des Slavisten Sjeng Scheijen. Die Produktion wird von der Konservatorin Patty Wageman geleitet.

Zur Austellung erscheint ein Katalog (€ 29,50).

Stiftung Fonds Kunst und Wirtschaft
Die Ausstellung wird ermöglicht durch eine Investition der Stiftung Fonds Kunst und Wirtschaft, eine Initiative von VNO-NCW Noord. Die Stiftung wird von der Arbeitsgemeinschaft Noord–Nederland, EZ/Kompas finanziert.