Ausstellung

Fünf Künstler von De Ploeg

11 Oktober 2003 bis 19 April 2004

Die fünf zur Künstlergruppe De Ploeg gehörenden Künstler Ekke Kleima, George Martens, Henk Melgers, Alida Pott und Jannes de Vries spielten bei der Entwicklung des Modernismus in Groningen eine bedeutende Rolle. Die Höhepunkte ihres Œuvres können sich mit dem Besten messen, was De Ploeg zwischen den beiden Weltkriegen hervorgebracht hat. Die Ausstellung konzentrierte sich auf die Jahre 1918-1940.

Die Ausstellung deckt gegenseitige Parallelen, vor allem aber gegenseitige Unterschiede zwischen jenen Künstlern auf, die den beherrschenden Einfluss von De Ploeg über sich ergehen ließen und dennoch im Stande waren, ihre Selbstständigkeit zu bewahren. Ekke Kleima (1899-1958) wurde 1926 Mitglied von De Ploeg und entwickelte sich als Maler in einer Periode, als der heftige Expressionismus in Groningen bereits abgeklungen war. Inspiriert von Altinks und Wiegers’ Werk entwickelte Kleima einen Malstil, der vor allem in den Farben Bedeutung fand.

Der Mitgründer von De Ploeg George Martens (1894-1979) erlebte in den Jahren 1926-1931 seinen künstlerischen Höhepunkt, in denen er insbesondere expressiv-impressionistische Stadtansichten malte und zeichnete. Henk Melgers (1899-1973) schloss sich De Ploeg im Jahre 1925 an. In seinem Werk ließ er sich u.a. von Van Gogh und Dijkstra inspirieren. Insbesondere seine Grafiken gehören zum Besten, was De Ploeg in jenen Jahren hervorbrachte. Alida Pott (1888-1931), Ploeg-Mitglied der ersten Stunde, konzentrierte sich bereits früh auf moderne niederländische Kunstrichtungen. Sie entwickelte eine Arbeitsweise, die Ähnlichkeiten mit den zur Bergener Schule gehörenden Künstlern aufweist. Der Hauptteil ihres Œuvres umfasst gefühlvolle, fein stilisierte Zeichnungen und Aquarelle. Der in Meppel geborene Jannes de Vries (1901-1986) ließ sich nach Streifzügen durch Nordafrika und Frankreich im Jahre 1924 in Groningen nieder. Zu seinen wichtigsten Werken gehört eine Reihe von Ölgemälden auf Papier, in denen er die Eindrücke seiner Auslandsreisen in einen maßvollen Expressionismus einfließen ließ, der auf sein Vorbild Cezanne zurückgreift. In den dreißiger Jahren entwickelte De Vries einen expressionistischen Landschaftsstil, in dem die glänzende Zeiten des Ploeg-Expressionismus leise nachhallen.

Die fünf Künstler spielten bei der Entwicklung des Modernismus in Groningen eine bedeutende Rolle. Die Höhepunkte ihres Œuvres können sich mit den besten Werken messen, die De Ploeg in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hervorgebracht hat.

Die Ausstellung zeigte viele Werke aus privaten Sammlungen. Zur Ausstellung erschien der Katalog mit dem Titel Vijf kunstenaars van De Ploeg-‘bezield met meer of minder ‘moderne’ geest’ (Fünf Künstler von De Ploeg-“mehr oder weniger vom ‘modernen’ Geist beseelt”). Das Buch konnte mithilfe der Stiftung Beringer Hazewinkel verwirklicht werden.