Frauen der Revolution. Russland 1907-1934

22 Januar 2013

Vom 23. März bis 18. August 2013 im Groninger Museum

Die Avantgarde war weiblich! Jedenfalls in Russland, vor und nach der Revolution von 1907. Viele russische Künstler waren davon überzeugt, mit ihrem Werk einen Beitrag für eine klassenlose und gerechte Gesellschaft leisten zu können. Im Vergleich mit anderen Avantgardebewegungen fällt der große Anteil an Frauen auf. Sie standen gleichberechtigt neben ihren männlichen Kollegen und arbeiteten selbstbewusst mit ihnen zusammen. Ohne die Visionskraft von Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa u.a. hätten die Avantgardebewegungen um Michail Larionow, Kasimir Malewitsch oder Wladimir Tatlin kaum ihre weitreichende Wirkung entfalten können.

Die Ausstellung beleuchtet die zentrale Rolle von Künstlerinnen in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein großer Teil der gezeigten Werke ist zum ersten Mal in den Niederlanden zu sehen.

Die russische Avantgarde kannte viele unterschiedliche Stilrichtungen: vom figurativen Neo-Primitivismus bis zu abstrakten Kompositionen des Kubo-Futurismus, Suprematismus und Konstruktivismus. Es waren vor allem Künstlerinnen wie Ljubow Popowa und Warwara Stepanowa, die mit ihren Arbeiten die Grenzen zwischen Kunst, Theater, Kunsthandwerk und Industrie verschoben.

Die Ausstellung Frauen der Revolution - Russland 1907-1934 richtet die Aufmerksamkeit auf diese wichtigen Avantgarde-Künstlerinnen und zeigt Gemälde von Alexandra Ekster, Sofia Dymschiz-Tolstaja, Natalja Gontscharowa, Anna Kagan, Anna Leporskaja, Elena Liessner-Blomberg, Ljubow Popowa, Olga Rosanova, Antonina Sofronova, Warwara Stepanowa, Nadeschda Udalzova und Marija Wladimirowna Ender. Ferner werden Werke der Zeitgenossin Alida Pott gezeigt, eine der wenigen Künstlerinnen der Groninger Künstlergruppe De Ploeg.
Die Ausstellung umfasst etwa fünfzig Meisterwerke aus den Sammlungen der Tretjakow-Galerie in Moskau und des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen sowie der Sammlung Otten in Hohenems, Österreich.

Zur Ausstellung ist der deutschsprachige Katalog Schwestern der Revolution - Künstlerinnen der Russischen Avantgarde erhältlich; mit Beiträgen von Nina Gülicher, Karoline Hille, Irina Pronina, Ada Raev, Carla Schweitzer und Reinhard Spieler.

Mit dieser Ausstellung schließt das Groninger Museum sich den Kulturveranstaltungen im Rahmen des Niederlande-Russland-Jahrs 2013 an. Die Ausstellung war zuvor im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen am Rhein zu sehen.

Mit Dank an
Subventionsgeber: Stadt Groningen, Provinz Groningen.
Förderer: de BankGiro Loterij.
Leihgeber: Tretjakow-Galerie in Moskau, Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen am Rhein und Sammlung Otten in Hohenems, Österreich.
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Notiz an die Redaktion
Für weitere Informationen können Sie sich mit der Abteilung Kommunikation/PR in Verbindung setzen: Willemien Bouwers, wbouwers@groningermuseum.nl
Telefon: +31-(0)50-3666 555

Öffnungszeiten Groninger Museum
Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr.
Am zweiten Osterfeiertag (1. April 2013) geöffnet. Montags und am Koninginnedag (30. April 2013) geschlossen.