Ausstellung

Gas & Licht in Groningen

27 September 2013 biß 05 Januar 2014

2013 feiert der Verband der niederländischen Gasanbieter, die Koninklijke Vereniging van Gasfabrikanten in Nederland (KVGN), ihr 140-jähriges Bestehen. Außerdem kann GasTerra, bis 2005 unter dem Namen Gasunie bekannt, auf ein halbes Jahrhundert Handel mit Erdgas zurückblicken. Der Unternehmensteil, der immer noch unter dem Namen Gasunie firmiert, ist aktuell für die Verwaltung des Hochdruckgasnetzes in den Niederlanden und Norddeutschland verantwortlich. Das ist Grund genug für das Groninger Museum, eine Ausstellung über Gas und Licht in der Stadt Groningen zu präsentieren. Unter anderem werden grandiose Werke von Bernardus Bueninck, Johan Dijkstra und Paul Gauguin zu sehen sein. Darüber hinaus werden Fotos und Zeichnungen aus den Groninger Archiven ausgestellt

  • Bernardus Buenink Arnhem 1864 – 1933 Groningen Lopende diep met de loskade van de Hunzeboten te Groningen, 81 x 101 cm met lijst
  • Bernardus Buenink Arnhem 1864 – 1933 Groningen Trams bij het stadhuis te Groningen, 101 x 81 cm met lijst

Der Einfluss von Gas und Licht ist in vielen Kunstwerken präsent, was im Rahmen der Ausstellung mehr als deutlich wird. Nachts tauchen die Gaslaternen die Umgebung in ein märchenhaftes Licht, während sie tagsüber durch ihr attraktives Design einen wesentlichen Beitrag zum Straßenbild liefern. Dank dieser Merkmale sind etliche außergewöhnliche und atmosphärische Gemälde entstanden, da in der Vergangenheit vor allem die visuelle Darstellung des Gaslichts eine besondere Herausforderung für Künstler darstellte.

Gas und Licht in Groningen
1854 wurde in Groningen das kommunale Gasversorgungsunternehmen gegründet. Das Gas wurde in Gaswerken aus Steinkohle erzeugt und anschließend in riesigen zylinderartigen Tanks gelagert.  Standort für das Groninger Gaswerk war ein leer stehendes Grundstück hinter dem Boterdiep in der Nähe der Stadtmauer, das bis 1962 genutzt wurde. Erste Aufgabe des Gaswerks war die Beleuchtung der Straßen mithilfe von Gaslaternen. Bereits 1856 wurde das Groninger Rathaus mit Gas beleuchtet, vor dem noch heute einige der alten Gaslaternen stehen, die mittlerweile allerdings mit Strom betrieben werden. Schon bald wurden auch Privathäuser an die Gasversorgung angeschlossen, um die Beleuchtung der Häuser mit Gas zu ermöglichen. 1896 wurde in Groningen die elektrische Beleuchtung eingeführt. Zehn Jahre später, im Jahr 1906, wurde ein eigenes Unternehmen für die Erzeugung von und Versorgung mit Strom gegründet, da sich die elektrische Beleuchtung immer mehr durchsetzte. 1936 verschwanden die letzten Gaslaternen aus dem Straßenbild.

Gas aus dem Gaswerk wurde weiterhin zum Kochen und Heizen genutzt, bis die Versorgung 1961 auf Erdgas umgestellt wurde, da 1959 in Slochteren ein Erdgasvorkommen entdeckt worden war. Haushaltsgeräte mussten umgerüstet werden, denn von da an wurde mit Erdgas gekocht und geheizt.

Mit Dank an
Die Ausstellung wird mit Unterstützung der Stichting Fondsbeheer Culturele Relatie-evenementen Gasunie en GasTerra finanziert.
Sponsoren: Stadt Groningen, Provinz Groningen.
Medienpartner: Dagblad van het Noorden, Marketing Groningen.
Förderer: BankGiro Loterij.