Groninger Museum zeigt größte Rodin-Schau der Niederlande

10. Februar 2016

Nach dem erfolgreichen Auftakt für 2016 mit David Bowie is und Joris Laarman Lab setzt das Groninger Museum sein Programm im laufenden Jahr mit vielversprechenden Ausstellungen fort. Den Höhepunkt bildet im Herbst die Retrospektive über den französischen Bildhauer Auguste Rodin. Mit rund 120 Skulpturen und 20 Werken auf Papier ist es die größte Rodin-Schau, die jemals in den Niederlanden zu sehen war. Im Frühjahr wird in Zusammenarbeit mit Museum de Fundatie in Zwolle die Doppelausstellung Die Wilden und Die Neuen Wilden gezeigt, die dem deutschen Expressionismus und Neo-Expressionismus gewidmet ist.

Rodin – Genius at Work: 19. November 2016 – 30. April 2017
Auguste Rodin (1840-1917) ist der bedeutendste und einflussreichste Bildhauer der Moderne. Seine Skulpturen befassen sich nicht nur mit idealisierten Formen, sondern sie lassen auch den Entstehungsprozess und somit den Aspekt des Temporären erkennen. Rodin – Genius at Work zeigt Gips- und Bronzeskulpturen, darunter bekannte Werke wie den Denker und Balzac, Marmorfiguren, Keramiken und nie zuvor ausgestellte Fotografien, die einen einmaligen Einblick in den kreativen Prozess ermöglichen. Die Ausstellung beleuchtet überdies in einigen seiner bekanntesten Werke, wie dem Kuss, die ungewöhnliche Herangehensweise des Künstlers. Die Rodin-Schau wurde vom Musée Rodin in Paris und dem Museum of Fine Arts in Montreal zusammengestellt.
 
Die Neuen Wilden: 30. April – 23. Oktober 2016
Die Ausstellung Die Neuen Wilden bietet die erste repräsentative Übersicht der figurativen Malerei eröffnet, die Anfang der 1980er-Jahre in der Bundesrepublik Deutschland aufkam. Die Bilder wirken rau und aggressiv, wirken nicht selten schlecht gemalt und mitunter kitschig, doch fast immer sind sie humorvoll und stimmen zugleich nachdenklich. Das Groninger Museum war eines der ersten außerhalb Deutschlands, das diese Malerei ausstellte und erwarb. Die Neuen Wilden zeigt u. a. Arbeiten von Martin Kippenberger, Walter Dahn, Albert Oehlen, Salomé und Ida Barfuss. Die Ausstellung wurde vom Städel Museum in Frankfurt zusammengestellt. Parallel zu Die Neuen Wilden ist im Museum de Fundatie in Zwolle die Ausstellung Die Wilden zu sehen, die den deutschen Expressionismus zu Anfang des 20. Jahrhunderts zum Gegenstand hat.

Esther de Graaf: 11. Juni – 2. Oktober 2016
Die talentierte junge Künstlerin Esther de Graaf (Wouterswoude 1984) wurde vom Groninger Museum und NP3 (eine Groninger Bühne für experimentelle Gegenwartskunst) zum Young Grunn Artist II gekürt. Ihre Arbeiten sind ab Juni im Pavillon Coop Himmelb(l)au zu sehen. De Graaf fertigt ihre Raumskulpturen aus alltäglichen Werkstoffen wie Pappe, Draht, Klebeband und Zellophan. Mit einfachsten Mitteln gelangt sie zu außergewöhnlichen Konstruktionen.
 
Joost van den Toorn: 11. Juni 2016 – 8. Januar 2017
Unter dem Titel Capita Selecta zeigt das Museum in unregelmäßigen Abständen eine Auswahl aus der eigenen Sammlung Moderne und Zeitgenössische Kunst, Mode und Design. Dieses Mal wird der Bildhauer Joost van den Toorn (Amsterdam 1954) vorgestellt. Van den Toorn begegnet den großen Menschheitsthemen Gewalt, Sex und Religion in seinen eigensinnigen Arbeiten mit Humor und Ironie und einem melancholisch-romantischen Unterton.

Die Freunde von Mesdag: 11. Juni – 11. September 2016
Der Groninger Künstler H.W. Mesdag und seine Frau erhielten zur Silberhochzeit im Jahr 1881 von den Mitgliedern der Holländischen Zeichengesellschaft ein Album mit 29 Aquarellen und Zeichnungen. Ein Blatt seines berühmten Verwandten Sir Lawrence Alma Tadema hat Mesdag aus der Sammlung gelöst und einzeln gerahmt. Dieses Aquarell wurde 1919 verkauft und war seitdem unauffindbar. 1931 kam das Album als Schenkung in den Besitz des Groninger Museums. Gut 80 Jahre später ist es dem Groninger Museum gelungen, das fehlende Blatt zu erwerben.

Aktuelle Ausstellungen
Die Ausstellung über David Bowie wurde bis Sonntag, den 10. April 2016 verlängert. David Bowie is bietet mit über 300 Objekten aus Bowies Privatarchiv eine faszinierende Übersicht, darunter Manuskripte von Songtexten, Originalkostüme, Fotos, Entwürfe für Albumcover und andere seltene Exponate aus den vergangenen 50 Jahren.

Die Ausstellung Joris Laarman Lab über den niederländischen Designer, Erfinder und Künstler, ist noch bis zum 10. April 2016 zu sehen.

Die Fassadentableaus des Groninger Keramikers Anno Smith werden noch bis zum 5. Juni 2016 ausgestellt.

Die Ausstellung Zerbrechliches Gut. Eine Ehrbezeugung für Minke A. de Visser (1898 – 1966) wurde bis zum 11. Dezember 2016 verlängert.

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Hinweis für die Redaktion

Für weitere Informationen und Bildmaterial setzen Sie sich bitte mit der Abteilung Kommunikation, PR und Marketing des Groninger Museums in Verbindung:

Regina Zwaagstra: rzwaagstra@groningermuseum.nl, +31 (0)50 3666 510. 

Karina Smrkovsky: ksmrkovsky@groningermuseum.nl, +31 (0)50 3666 512.