Ausstellung

Im dienst von Diaghilew

11 Dezember 2004 bis 28 März 2005

Diaghilew war einer der größten Kunsterneuerer des vergangenen Jahrhunderts. Er war der erste, der bildende Künstler anzog, um zusammen mit Komponisten und Choreografen theatralische Gesamtkunstwerke für ein großes Publikum zu kreieren.

In Westeuropa brachte Diaghilew es in erster Linie als Inspirator und Agent der Gesellschaft Les Ballets Russes zu Bekanntheit, das in den Jahren 1910–1920 die Tanzwelt vollkommen erneuerte und ihr wieder einen angesehen Platz unter den Künsten verschaffte. Aber auch in der Welt der bildenden Kunst hatte er großen Einfluss. Diaghilew arbeitete mit berühmten Künstlern wie Matisse, Picasso, DiChirico und Cocteau, mit Choreografen wie Fokine, Massine, Balanchine und mit Komponisten wie Strawinsky, Prokofjew, Ravel und Debussy zusammen.

Die Ausstellung zeigt Diaghilews Erbe in einem noch nie da gewesenen Umfang. Gemälde, Zeichnungen, Kostüme und Bühnenbilder, die aus mehr als 15 musealen und privaten Sammlungen Russlands, Frankreichs, Großbritanniens, den USA und Spaniens kommen, werden zum ersten Mal im Groninger Museum vereinigt. Die Ausstellung zeigt Werke von unbekannten aber genialen russischen Künstlern wie Michail Wrubel, Valentin Serow, Alexander Golowin, Léon Bakst, Natalja Gontscharowa und Mikhail Larionow, die aus der Mir Iskusstva (Welt der Kunst) hervorgingen. Anhand der Präsentation der Werke dieser Künstler wird zu erkennen sein, welchen Einfluss die russische Kultur auf die Entwicklung der westeuropäischen Avantgarde ausübte. Dieser bisher unterbelichtete Einfluss der russischen Künstler auf die westliche Kunst ist das inhaltliche Kernstück der Ausstellung.

Gestaltet wird die Ausstellung von Sjeng Scheijen, Slavist und Experte auf dem Gebiet russischer Kunst. Die Produktionsleitung der Ausstellung liegt in den Händen der Konservatorin Patty Wagemann.

Das Diaghilew-Festival (26. Januar - 30. Januar 2005) Das künstlerische Erbe von Diaghilew wird erst durch Hinzufügung von Musik und Tanz komplett. Deshalb wurde neben der Ausstellung ein groß angelegtes Diaghilew-Festival mit Beiträgen der herausragendsten Tanz- und Musikgesellschaften organisiert.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch einen finanziellen Beitrag der Stichting Fondsbeheer Culturele Relatie Evenementen Gasunie.

Medienpartner ist AVRO Klassiek