Jan Cremer. Seegemälde

16. Februar 2006

Die Ausstellung ist zusammengestellt aus 20 neuen, monumentalen Seegemälden und dem Werk Nordsee, das vor 20 Jahren in der Ausstellung Triptychon Schiermonnikoog im Groninger Museum zu sehen war.

Die Ölfarbenreihe entstand in der Periode 2003-2005. Zum ersten Mal lässt Cremer sich wieder so intensiv auf das Motiv Meer ein. Das Thema schließt sich dem künstlerischen Temperament des Künstlers und seinem natürlichen Hang zur Freiheit an. In seinen Seegemälden führt Jan Cremer Malpinsel und Malerspachtel mit breiten Gebärden über die Leinwand.

In der Meeresserie greift Cremer auf ein Urthema zurück, dass in der Poesie, Literatur und Malerei jahrhundertelang eine von Träumen, Gefühlen und Ängsten umgebene Tradition ist. Cremers Seebilder laden nicht unbedingt zum Sinnieren über Leben, Tot, End- und Unendlichkeit ein, sondern lassen einen die geballten Kräfte von Natur und Malerei erleben. Der Maler ist im Stande die Sonne in den Farben Rot, gelb, Ocker und Blau erstrahlen zu lassen. Mit wüsten Bewegungen von Pinsel und Palettenmesser sowie zentimeterdicker Farbe kann er auf der Leinwand einen Sturm erzeugen. Seine sowohl ruhigen als auch unzähmbaren, azurblauen und Farben flammenden Meere sind Registrierungen und Wahrnehmungen, sie reflektieren gleichzeitig aber auch seinen persönlichen Gemütszustand. Hiermit stehen sie auch in der Tradition der abstrakt-expressionistischen Malerei, die in den fünfziger Jahren in den Niederlanden auch von ihm eingesetzt und angeführt wurde.

Notiz an die Redaktion
Zusammenstellung der Ausstellung: Han Steenbruggen.
Einrichtung: Mark Wilson
Weitere Informationen bei:
Josee Selbach, jselbach@groningermuseum.nl, +31-050-3666555, Jolien Kunst, jkunst@groningermuseum.nl, www.groningermuseum.nl