Jan Jordens und Zeitgenossen

6. Dezember 2005

Im Ploeg-Pavillon des Groninger Museums wird vom 18. Februar bis 18. September 2006 die Ausstellung Jan Jordens und Zeitgenossen präsentiert. Jan Jordens wurde als ein moderner und inspirierender Mann betrachtet. Er schloss sich, kurz nach ihrer Gründung im Jahre 1918, der Groninger Künstlergruppe De Ploeg an. Jordens’ künstlerisches Œuvre setzt sich zusammen aus expressionistischen, kubistischen, figurativen und völlig abstrakten Arbeiten.

Ausstellung
Die Ausstellung zeigt in erster Linie Jordens’ späte Werke aus den Jahren 1948-1962. Jordens’ Gemälde, Grafiken und Aquarelle werden im Kontext der abstrakten Malerei präsentiert. Das Werk Jordens' ist ein wesentlicher Aspekt des Groninger Modernismus. Vier Gruppen stehen im Mittelpunkt: niederländische abstrakte Expressionisten, wie Benner, Nanninga, Ouborg, Hussem, Mitglieder der Groninger Künstlergruppe De Ploeg wie Werkman, Hansen, van der Zee und Alkema, Künstler der École de Paris wie De Staëll, Poliakoff, Bissière, Manessier und Bazaine sowie die junge Generation von Groningern, zu der Jo van Dijk, Martin Tissing und Fie Werkman gehören.

Jan Jordens wurde am 5. Januar 1883 in Wageningen geboren. Jordens zeichnete sich durch sein Interesse an modernen Formen der Malerei aus. Aufgrund seines erfüllten Lebens als Zeichner ist sein malerisches Œuvre aus den zwanziger, dreißiger und vierziger Jahren relativ klein. In dieser Zeit entwickelte er sich allerdings weiter: Neben dem Malen und Zeichnen von Landschaften, Figuren, Porträts und Stillleben experimentierte er mit abstrakten Formen der Malerei, wobei sein gemäßigter expressionistischer Stil in einen gemäßigten Kubismus überging. Jordens ließ sich vor allem von der französischen Kunst inspirieren; anfänglich von französischen Kubisten und später von Künstlern einer jungen Generation wie Roger Bissière und Jean Bazaine.

Seine Blütezeit erlebte Jordens in den fünfziger und sechziger Jahren, als er bereits die 70 Jahre überschritten hatte. Seine Werke aus dieser Periode zeugen insbesondere von einer stark persönlichen Arbeitsweise und Bildsprache mit französischen Einflüssen. Seine abstrakt expressionistischen Gemälde aus jenen Jahren entstanden aus einer starken Hinwendung zur Form und dem andauernden Willen, diese zu durchbrechen.

Buch
Zur Ausstellung erscheint eine Monografie in der Ploeg-Reihe des Groninger Museums mit Beiträgen von Mariëtta Jansen, Terry Walraven, Peter Jordens und Han Steenbruggen.

Freilichtmuseum Het Hoogeland
Das Freilichtmuseum Het Hoogeland in Warffum zeigt vom 18. Februar bis 8. Mai 2006 Jordens Werk aus den Vorkriegsjahren.
Weitere Informationen: www.hethoogeland.com

Notiz an die Redaktion:
Zusammenstellung der Ausstellung Groninger Museum: Alma Burema und Han Steenbruggen Weiterer Informationen: Josee Selbach, jselbach@groningermuseum.nl, Jolien Kunst, jkunst@groningermuseum.nl, +31-(0)50-3666555, www.groningermuseum.nl

Öffnungszeiten Di. bis So. und feiertags von 10.00 – 17.00 Uhr.
Im Juli und August auch montags geöffnet von 13.00 – 17.00 Uhr.
Geschlossen am 25. Dezember und 1. Januar.