Ausstellung

Joris Laarman Lab

22 November 2015 bis 10 April 2016

Möbel, die anhand intelligenter Algorithmen erschaffen wurden, ein lebender Lampenschirm aus genetisch modifizierten Zellen mit dem lichtspendenden Gen eines Glühwürmchens, der erste im Open-Source-3D-Druckverfahren hergestellte Stuhl der Welt, ein Roboterarm, der eine Metallbank in der Luft verschweißt, ein Tisch aus 1,2 Millionen Voxeln.  Das sind nur ein paar Beispiele für das wunderbare Werk des Designers/Erfinders/Künstlers Joris Laarman (geb. 1979 in Borculo, Niederlande), der derzeit zu den außergewöhnlichsten Designern seiner Generation zählt. In seinem Labor in Amsterdam spielt er mit den Möglichkeiten, die neue Technologien aktuell und in Zukunft bieten. Zusammen mit Ingenieuren, Programmierern und Handwerkern experimentiert er an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie, sodass der Entstehungsprozess oft genauso innovativ wie das Endergebnis ist.

  • Bone Chair, Joris Laarman
  • Joris Laarman - Branch, 2010, Courtesy Friedman Benda


2003 schloss er sein Studium an der Design Academy in Eindhoven mit der Rococo Heatwave ab, einem Heizkörper, der aufgrund seiner dekorativen Form Wärme besser verteilt als eine Standardheizung. Es folgten mehrere aufsehenerregende Entwürfe wie der berühmte Bone Chair, der auf den Algorithmen beruht, die das Wachstum von Knochen bestimmen. Viele Entwürfe wurden in die prestigeträchtigen Kollektionen des MoMA, Victoria and Albert Museum und Centre Pompidou aufgenommen. Ästhetik, Fantasie, Hightech und Wissenschaft treffen in dieser ersten großen Ausstellung aufeinander, die frühe, neuere und neueste Arbeiten vereint.

Nach Groningen wird die Ausstellung in weiteren Museen in Europa, den Vereinigten Staaten und Asien zu sehen sein.

© Mondriaan Fonds