Ausstellung

Larry Clark - Tulsa, 1971

19 Januar 2005 bis 24 April 2005

Larry Clark (1943) wurde in Tulsa, Oklahoma, geboren. Mit ungefähr 15 Jahren kam er mit Jugendlichen in Berührung die Amphetamine gebrauchten; und es dauerte nicht lange, bis er sich täglich eine Heroinspritze setzte. Dennoch raffte er sich auf, nach der Highschool Fotografie zu studieren. Mit einem Diplom in der Tasche und 2 Jahren Vietnam hinter sich, fing Clark in Tulsa an seine Freunde und sich selbst zu fotografieren.

Er wurde erneut drogenabhängig und hielt an klaren Momenten mit seiner Kamera fest, wie sie mit ihrem Leben spielten. Mit der Veröffentlichung seines Fotobuchs Tulsa im Jahr 1971 festigte Clark mit einem Schlag seinen Namen als kontroversieller Fotograf. Sein Talent war unverkennbar, für viele Kritiker aber waren die Bilder damals zu konfrontierend. In Tulsa begleitet Clark den Betrachter durch eine kalte, harte Welt, in der Drogen, Kriminalität und Sex den Ton angeben. "Ich habe die Fotos nicht als Voyeur gemacht, sondern als Schicksalsgefährte des Ganzen", erklärt Clark. "Sie erzählen etwas über meinem Leben und darüber, wie ich Vertrauen, Angst, Tod und Sexualität erlebe. Mein Werk handelt vom Verlust der Unschuld. Wer erwachsen wird, verliert das Recht auf Unschuld, bei einigen geschieht dies allerdings bereits in der Pubertät." Die Fotoserie Tulsa wurde 1998 vom Groninger Museum angekauft.