Menkemaborg

Ein Teil der Sammlung Kunsthandwerk und Geschichte des Groninger Museums ist in der Menkemaborg in Uithuizen zu sehen.

Die Borg
Die Menkemaborg in Uithuizen ist ursprünglich eine aus dem 14. Jahrhundert stammendes Haus, das seit dem umfassenden Umbau um 1700 kaum verändert wurde. Die Familie Alberda, die damaligen Bewohner, hatte die Inneneinrichtung mit imposanten Kamineinfassungen mit barocken Holzschnitzereien und Gemälden mit mythologischen Darstellungen verschönert. Auch ein sehr besonderes Himmelbett aus gelbem chinesischem Seidendamast ist erhalten geblieben.
Die Räume - großer Saal, Herrenzimmer, Studierzimmer, Schlafzimmer, Küche und Keller – sind komplett eingerichtet mit schönen Möbeln, Silber, Porzellan, Kupferarbeiten und Porträts aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Der Garten
Der Garten wurde nach dem originalen Gartenbauplan von ca. 1705 rekonstruiert, er hat eine klare und übersichtliche Einteilung mit symmetrisch angeordneten Buchsbaumbeeten, die mit im 18. Jahrhundert bevorzugten Blumen- und Pflanzenarten gefüllt sind. Der schönste Teil ist der geschlossene Lusthof vor dem Sommerhaus mit Toren und halben Treillage-Kuppeln. Eine weitere Besonderheit ist der natürliche Sonnenuhrgarten. An der Ostseite der Borg befinden sich die Nutzgärten mit einem Küchengarten, in dem Gemüse und Kräuter angebaut werden, und einem Obstgarten mit alten Apfelbäumen und einem Birnenberceau. Ein Spaziergang durch das Labyrinth endet bei einer alten Platane. Im Sommer ist der blühende Rosentunnel einen Besuch wert!

Der gesamte Komplex vermittelt ein Bild davon, wie die Junker im 17. und 18. Jahrhundert wohnten und lebten.

’t Schathuis
Das Schatzhaus, wo früher Kutschen und Pferde untergebracht waren und wo sich auch die Schlachterei, eine Bierbrauerei und die Kammern der Knechte befanden, ist heute als Café und (Pfannkuchen-) Restaurant eingerichtet. Von der Terrasse aus haben Sie einen prächtigen Ausblick auf die Burg.

Das Groninger Museum und die Menkemaborg
Die Menkemaborg wurde bewohnt bis 1902, als der letzte Bewohner starb. Seine Erben schenkten das Landgut im Jahre 1921 dem Groninger Museum, das die Burg nach seiner Restauration 1927 der Öffentlichkeit zugänglich machte. Im Jahre 1969 wurde die Stiftung Museum Menkemaborg ins Leben gerufen, die sich um die Verwaltung und den Betrieb des Museums nebst umliegenden Gärten kümmert. Der größte Teil der Sammlung in der Menkemaborg gehört zur Sammlung des Groninger Museums. Viele der hier gezeigten Gegenstände stammen von anderen abgerissenen Burgen, denn einst zählte die Provinz Groningen 200 Burgen, von denen nur 16 erhalten geblieben sind.

Adresse
Museum Menkemaborg
Menkemaweg 2
9981 CV UITHUIZEN
Niederlande
Tel.: +31-(0)595-431970
Fax: +31-(0)595-434774
E-Mail: info@menkemaborg.nl
Internet: www.menkemaborg.nl