Ausstellung

Lost and Found

17 April 2015 bis 21 Juni 2015

‘Wohin geht mein Weg?
Was ist mein Platz in dieser Welt?
Jetzt oder später?
Ist dieser Ort mit dem bloßen Auge sichtbar oder nicht?
Habe ich mich verirrt oder weiß ich genau, wo ich bin…?’

  • Bono (Still Lives), Anton Corbijn, 1997, Sammlung Groninger Museum
  • Teppich, Rob Scholte, 1988, Acryl auf Leinwand, Sammlung Groninger Museum

Die in dieser Ausstellung gezeigten Kunstwerke und Objekte spiegeln das Haben oder Finden eines Platzes im Leben wider. Eine Suche, in die wir alle einmal geraten. Oft haben wir das Ziel im Visier, aber ist der Weg dorthin nicht genauso wichtig?

‘Einen Platz suchen, einen Platz finden’, davon handelt die Ausstellung Lost and Found von Elvira Visser (25) aus Nimwegen. Für ihre Präsentation wählte sie Sammlungsgegenstände aus der Website des Mix Match Museums, einem von sechs niederländischen Museen initiierten Projekt. Auffällig an ihrer Auswahl ist die große Bandbreite: Fotografie, Malerei und Videokunst sind ebenso vertreten wie Skulpturen und historische Objekte. Zudem nutzte sie für ihre Schau den Fundus von fünf der sechs Museen.

Elvira Visser ließ sich von der Lebensphase inspirieren, in der sie selbst gerade steckt: Sie ist auf der Suche nach dem, was sie will. Die von ihr gewählten Kunstwerke und Gegenstände symbolisieren das Unterwegssein und die Suche nach einem Platz im Leben. Dabei erstreckt sich diese Suche nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Zukunft. Erkennen Sie sich als Besucher im Thema und in den Objekten der Ausstellung wieder?

Mix Match Museum
2014 hatten drei Kunstmuseen und drei kulturhistorische Museen ihre Gäste aufgefordert, selbst eine schlüssig motivierte Ausstellung zusammenzutragen. Jedes dieser Museen stellte dafür 50 Objekte aus der eigenen Sammlung zur Verfügung, die aus den unterschiedlichsten Bereichen kamen: Bildende Kunst, Geschichte, Technik, Kulturerbe. So entstand ein repräsentativer Querschnitt durch die „Sammlung der Niederlande“. Das Mix Match Museum zeichnet sich somit nicht nur durch die einzigartige Kooperation zwischen den teilnehmenden Museen aus, sondern auch durch die Einbeziehung der Museumsbesucher.

Die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten aus den 300 auf der Website des Mix Match Museums gezeigten Objekten ihre eigene Ausstellung zusammen und erläuterten ihre Beweggründe. Wie kam ihre Auswahl zustande? Was ist das übergeordnete Thema? Die besten Ausstellungen sind derzeit in den sechs Museen zu sehen.