Doppelschau im Groninger Museum und im Museum de Fundatie: Die Wilden und Die Neuen Wilden

17. Dezember 2015

Unter dem Titel Die Wilden und Die Neuen Wilden zeigen das Groninger Museum und das Museum de Fundatie ab Frühjahr 2016 eine Doppelschau zum Expressionismus im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Museum de Fundatie stellt Expressionisten vom Anfang des Jahrhunderts aus und das Groninger Museum präsentiert die Neo-Expressionisten der 80er-Jahre. Trotz der langen Zeitspanne, die zwischen beiden Kunstströmungen liegt, haben sie eines gemein: die künstlerische Freiheit ohne Kompromisse.

Die Wilden
Nicht die Außenwelt, sondern das innere Erleben faszinierte die frühen Expressionisten: Kunst als Ausdruck von Mensch und Umgebung. Akademische Regeln machten subjektiver Wahrnehmung Platz. In Deutschland manifestierte sich der Expressionismus zu Anfang des 20. Jahrhunderts in den Werken der Künstlergruppen „Brücke“ und „Der Blaue Reiter“. Von der sichtbaren Wirklichkeit befreit, machten sich Künstler wie Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc und Max Pechstein auf die Suche nach neuen malerischen Mitteln, um ihrer Sichtweise Gestalt zu geben. Ungewohnt kräftige Farben und Formen wurden zu Trägern von Ideen und Emotionen.

Die Ausstellung Die Wilden. Expressionismus von Brücke und Der Blaue Reiter ist nicht wie sonst üblich in Phasen oder Strömungen untergliedert, sondern wurde um die Themen Mensch und Welt angeordnet. Dadurch liegt der Schwerpunkt nicht so sehr bei stilistischen Entwicklungen, sondern beim Lebensgefühl der Expressionisten.

Die Wilden. Expressionismus von Brücke und Der Blaue Reiter ist vom 30. April – 18. September 2016 im Museum de Fundatie in Zwolle zu sehen.

Die Neuen Wilden
Wie der Punk einst die Welt der Popmusik aufschreckte, so rabiat und impulsiv forderte der Neo-Expressionismus die zeitgenössische bildende Kunst heraus. Im internationalen Kunstbetrieb herrschten in den 1960er- und 70er-Jahren abstrakte und konzeptuelle Tendenzen vor und keiner hätte erwartet, dass die figurative, expressionistische Malerei in so vehementer Form zurückkehren würde. 
Doch genau das passierte in diversen Ländern, allerdings nirgendwo so vielfältig wie im damaligen Westdeutschland. Dort entstanden in einigen Städten lebendige Zentren, in denen junge Künstler in wechselseitigem Einfluss und Konkurrenz zugleich raue, provozierende, humorvolle Bilder malten. Manch einer ließ sich unmittelbar vom deutschen Expressionismus inspirieren, andere betrieben mit unverhohlenem Sarkasmus „Bad Painting“. Das Groninger Museum war eines der ersten Museen in den Niederlanden, die ihre Kunstwerke in größerem Umfang sammelte. 

Die Neuen Wilden zeigt u. a. Arbeiten von Walter Dahn, Martin Kippenberger, Helmut Middendorf, Ina Barfuss, Peter Bömmels, Werner Büttner, Albert Oehlen, Bettina Semmer, Volker Tannert, Thomas Wachweger und Bernd Zimmer. Die Ausstellung wurde vom Städel Museum in Frankfurt zusammengestellt und bietet erstmals eine umfassende Retrospektive dieses Phänomens.

Die Neuen Wilden
.  30. April – 23. Oktober 2016 im Groninger Museum in Groningen zu sehen.

Die Neuen Wilden wurde vom Städel Museum in Frankfurt am Main zusammengestellt.

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Hinweis für die Redaktion
Für weitere Informationen und Bildmaterial über Die Neuen Wilden setzen Sie sich bitte mit der Abteilung Kommunikation, PR und Marketing des Groninger Museums in Verbindung.
Regina Zwaagstra: rzwaagstra@groningermuseum.nl, +31 (0)50 3666 510.

Für weitere Informationen und Bildmaterial zu Die Wilden setzen Sie sich bitte mit dem Museum de Fundatie in Zwolle in Verbindung.
Koen Schuurhuis: k.schuurhuis@museumdefundatie.nl, +31 (0)572 38 81 43.

Presse Photos Neue Wilden

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