Pressebericht: Me, Myself and I, Chi Peng. Photoworks 2003 - 2010

21. März 2011

Vom 26. März bis einschließlich 25. September 2011 präsentiert das Groninger Museum die Fotoausstellung Me, Myself and I des chinesischen Fotokünstlers Chi Peng (1981). In dieser Ausstellung werden sowohl frühere als neue Werke gezeigt. Chi Pengs Talent wurde bereits während seiner Ausbildung an der Akademie für Schöne Künste in Peking deutlich, an der er 2005 auch sein Studium absolvierte. Regelmäßig stellt Chi Peng seine Werke im In- und Ausland aus - im Groninger Museum bereits 2008 in der Gruppenausstellung New World Order. Zeitgenössische Installationskunst und Fotografie aus China. Me, Myself and I ist seine erste große Soloausstellung außerhalb Chinas, was das Groninger Museum auch zu einem umfangreichen Ankauf von Werken des Künstlers veranlasste.

Chi Peng wuchs, aufgrund der Ein-Kind-Politik Chinas, ohne Geschwister auf. Seine zahlreichen Selbstporträts wie die Serie I Fuck Me, wobei er Sex mit seinem Alter Ego hat, oder die Bilder eskapistischer Traumwelten scheinen eher Gefühle von Einsamkeit und Isolation als Narzissmus zu reflektieren. Heranwachsen und Erwachsensein sind hierbei wichtige Themen. Sowohl die enorme Dynamik, der unaufhaltsame Fortschritt Chinas, als auch die Themen rund um (sexuelle) Identität und hinzukommende Gefühle von Optimismus, Zweifel, Unsicherheit und Einsamkeit werden in seinen Bildern, in denen Realität und Fiktion sich begegnen, zum Ausdruck gebracht. 

Ein Beispiel hierfür ist die Serie Sprinting Forward. An verschiedenen Orten in Peking sind mehrere Alter Egos von Chi Peng zu sehen, die anscheinend vor roten Flugzeugen fliehen. „Hier geht es um die junge Generation und unsere vielleicht naiven Erwartungen in Bezug auf Gegenwart und Zukunft. Es hat auch mit Spannungen zu tun, die im Zusammenhang mit dem Prozess des Heranwachsens stehen und dem immer größer werden Druck, Leistung erbringen zu müssen und der Angst zu versagen“, erläutert Chi Peng. Werke wie Why should I love you und I am sorry, I just don’t love you zeugen davon, was viele Chinesen in großen Städten in der letzen Zeit erleben – drastische urbane Erneuerungen, die viel Bewohner zu Vertriebenen aus ihrer vertrauten Umgebung machten.

Die neueste Serie Mood is never better than memory ist deutlich besonnener und stiller. Gefühle von Einsamkeit und Isolation treten auch hier in den Vordergrund. Gezeigt werden Szenen mit zwei Alter Egos von Chi Peng, die sich am Meer oder auf einer Insel befinden und über denen, wie eine bedrohliche Wolke, eine Schar Möwen kreist.

Konservatoren: Mark Wilson und Sue-an van der Zijpp, Gastkonservator: Feng Boyi

Katalog
Zur Ausstellung erscheint der Begleitkatalog: Chi Peng - Me, Myself and I. Hardcover/Full colour, 152 Seiten. Autoren: u.a. Richard Vine, Feng Boyi, Ai Weiwei, Verleger: Hatje Cantz Verlag. ISBN: 978-3-7757-3132-4. Preis: € 35,00. Preis im Groninger Museum: € 29,95.

Notiz für die Redaktion
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Abteilung Kommunikation/PR/Marketing: Willemien Bouwers oder Josee Selbach, Telefon: +31-(0)50-3666555. E-Mail: wbouwers@groningermuseum.nl oder jselbach@groningermuseum.nl.

Bildunterschrift:
Mirage (detail)
Fotograf: Chi Peng
2005
© Groninger Museum

  • Mirage, Chi Peng, 2005

Pressebilder

Bilder Chi Peng

Pressebilder (.ZIP)