Skype-Interview mit Ai Weiwei im Groninger Museum

Ai Weiwei spricht über Skype mit Journalisten. Das Interview ist derzeit hier zu sehen. Anlass für das Interview mit Ai Weiwei war die Eröffnung der Ausstellung Fuck Off 2. Curated by Ai Weiwei, Feng Boyi & Mark Wilson. Da ein persönliches Interview mit Ai Weiwei leider nicht möglich war, bot sich das Gespräch über Skype als Lösung an.
Im Interview erklärt er, wie er sich ein perfektes China vorstellt: „Eine demokratische Gesellschaft, die es gestattet, eigene Entscheidungen zu treffen und seine Meinung zu äußern. Mittlerweile haben wir zwar mehr Geld, aber ansonsten hat sich nur wenig verbessert. Facebook, YouTube und Google sind verboten, es gibt immer noch kein Mehrparteiensystem und kein Wahlrecht. Demokratie und Meinungsfreiheit sind in weiter Ferne.“

Auf die Frage, ob diese Ausstellung auch in China stattfinden könne, antwortete er: „Auf keinen Fall.“

Die Ausstellung Fuck Off 2 besteht aus kontroversen Arbeiten von 37 jungen Künstlern und Künstlergruppen aus China, die in ihren Kunstwerken Fragen zum gesellschaftlichen, rechtlichen und politischen Klima im heutigen China stellen. Themen der Ausstellung sind die Unterdrückung und die Bedeutung von Freiheit und künstlerischer Freiheit.

Die Ausstellung ist eine Fortsetzung von Fuck Off, der Ausstellung von Ai Weiwei und Feng Boyi, die 2000 in Schanghai stattfand und nach wenigen Tagen verboten wurde.