Wall House #2 Groningen

Mit seinen vielen Formen, Farben, den spannenden Details, Symbolen und Bedeutungen ist das Wall House eine wahre Sehenswürdigkeit. Das "Mauer-Haus" ist ein Exponent der Architektur der 1980er- und 90er-Jahre, als sich die Stadt Groningen als Podium der internationalen Postmoderne profilierte. Entworfen hat das außergewöhnliche Wohngebäude der Architekt John Quentin Hejduk (New York 1929 – New York 2000). 

Besichtigung 
Im Gebäude selbst ist die Geschichte des Hauses und seines Erdenkers nachzulesen und zu hören. Im obersten Geschoss wurde eine Ausstellung mit Objekten des renommierten Designerpaars Studio Job eingerichtet. Im Geschoss darunter können Besucher auf den Sitzbänken des Architekten des Groninger Museums, Alessandro Mendini, eine Verschnaufpause einlegen und den Ausblick über das Hoornsemeer genießen. Im untersten Geschoss ist ein Atelier eingerichtet. Dort können Kinder kreativ werden und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. 

Öffnungszeiten
Das Wall House ist in 2017 vom 15. April bis zum 29. Oktober samstags und sonntags zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet.

Adresse
Besuchen Sie Wall House #2: A.J. Lutulistraat 17, 9728 WT Groningen.

Wall House #2
Der Entwurf für das Wall House entstand 1973 als Wochenendhaus für den Landschaftsarchitekten A.E. Bye (Ridgefield, Connecticut, USA). Seinerzeit wurde es allerdings nicht realisiert; das geschah erst 2001 in Groningen, anlässlich einer Ausstellung im öffentlichen Raum mit dem Titel Blue Moon. Ein weiteres Werk Hejduks in Groningen ist die Stadtmarkierung an der A7 Richtung Deutschland: The Tower of Cards / The Tower of Letters / The Joker's Perch, ein Projekt im Rahmen des 950. Stadtjubiläums der Stadt Groningen im Jahr 1990. 

Kernstück des Wall-House-Entwurfs ist eine 18,5 m breite und 14 m hohe Mauer, an der auf einer Seite verschiedene organisch geformte Räume „hängen“. Eingang, Laufbrücke und Büro befinden sich auf der anderen Seite der Mauer. 

2004 erwarb die Stiftung Wall House #2 das Gebäude, mit dem Ziel, ihm eine öffentlich-kulturelle Funktion zu geben. Im Sommer 2005 fand die Eröffnung statt. 

2016 übertrug die Stadt Groningen dem Groninger Museum die Nutzung des Gebäudes, in erster Linie, um die öffentliche und kulturelle Funktion zu gewährleisten. Das Groninger Museum, selbst eine Architekturikone, sieht im Wall House großes Potenzial als Sehenswürdigkeit, als Experimentierbühne für kleinere Design-Präsentationen und nicht zuletzt als Instrument für die Förderung junger Talente.

  • Wall House #2 Groningen, 2016