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Japan

30 juni 2007 - 6 januari 2008

Das Groninger Museum präsentierte im Starck-Pavillon die Keramikausstellung Japan. Diese Ausstellung war die sechste im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Rijksmuseum Amsterdam, Gemeentemuseum Den Haag, Keramiekmuseum Princessehof und dem Groninger Museum. Abwechselnd wird jährlich in einem dieser Museen ein Teil der Sammlungen gezeigt. Diese Ausstellung zeigte besondere Gegenstände aus der japanischen Porzellansammlung der Jan Menze van Diepen Stiftung (Fraeyelemaborg, Slochteren).

Zwar später als China, auch Japan kennt eine traditionelle Porzellanherstellung. Der internationale Handel beginnt um 1600, angeregt durch die Aktivitäten der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC), die sich auf der Insel Deschima vor der Küste von Nagasaki niederlässt. China wurde damals von Bürgerkriegen gebeutelt, wobei die Porzellanöfen von Jingdezhen größtenteils verwüstet wurden. Um dennoch der großen Nachfrage nach Porzellan gerecht zu werden, suchte die VOC ein Gebiet, wo Töpfer in der Lage waren Porzellan zu produzieren, das der Qualität des chinesischen Porzellans gleichkam.
Man entschied sich für Japan, nicht nur aufgrund seiner strategischen Lage und der hier ansässigen, fähigen Keramiker und Porzellanmaler, sondern auch, weil man über die wichtigsten zur Herstellung von Porzellan nötigen Grundstoffe verfügte.
Die Produktion für den japanischen Binnenmarkt verlief parallel zum Export in den Westen und andere asiatische Länder. Formen und Verzierungen wurden der Nachfrage und den Geschmäckern der verschiedenen Absatzmärkte angepasst. Wie sich herausstellte, war die blaue Unterglasur aufgrund ihrer exotischen Ausstrahlung sehr beliebt bei den Europäern. Später kam hier das bunte Imariporzellan hinzu, das nahtlos zu den europäischen Barrockinterieurs passte. Im 17. Jahrhundert kam in Europa der Genuss von Kaffee und Tee in Mode. Somit wuchs auch die Nachfrage nach Tassen und Tellern, was wiederum zu einem explosionsartigen Anstieg der japanischen Porzellanproduktion führte. Neben dieser großen, speziell für den westlichen Markt fabrizierten Gruppe von Gegenständen, zeigt die Ausstellung zahlreiche Stücke, die für den japanischen und innerasiatischen Markt bestimmt waren.

Anlass für diese Ausstellung war die umfangreiche Sammlung japanischen Porzellans, die Prof. Dr. Christiaan Jörg im Jahr 2003 zu einem Großteil im Übersichtskatalog Fine & Curious: Japanese Export Porcelain in Dutch Collections publizierte.

Bild
Japaneschen Porzellan, Imari, 18th Jahrhundert, Sammlung Groninger Museum

Ausstellungen 2007

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Zie ook

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