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Überblick
Ausstellung

The Architect & The Housewife: Cleaning the House, Building the Future

100 Make up Alessandro Mendini und von links nach rechts Sergio Capelli Patrizia Ranzo Giusi Mastro Brigitta Watz Mara Voce Esther Mahlangu 1992
100 Make up Alessandro Mendini und von links nach rechts Sergio Capelli Patrizia Ranzo Giusi Mastro Brigitta Watz Mara Voce Esther Mahlangu 1992
Samstag 19. September 2026 bis Sonntag 9. Mai 2027
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„Möge Kunst die Zukunft gestalten.“ Diesen Wunsch äußerte Alessandro Mendini in den 1990ern, um die Groninger Politik und Finanzierungswillige von seinen eigensinnigen Plänen für das neue Museum zu überzeugen – schließlich hatte er keinen herkömmlichen Museumsneubau vor Augen. Ausgehend von verschiedenen Entwürfen für ein Tablett mit Tee- und Kaffeekanne, Milchkännchen und Zuckertopf fragte er sich, was geschehen würde, wenn man die Dimensionen eines solchen Ensembles vergrößert. Könnte daraus ein neuartiges Museum erstehen? Ein einladender Ort für die Öffentlichkeit und für die Kunst zugleich?

Das Groninger Museum auf der Museumsinsel ist die Antwort. Der Entwurf von Alessandro Mendini, in Zusammenarbeit mit Michele de Lucchi, Philippe Starck, dem Kollektiv Coop Himmelb(l)au und dem damaligen Direktor Frans Haks, ist ein einzigartiges Bauwerk, auf das die Menschen in Groningen stolz sind. Hier ist die Kraft künstlerischer Imagination bis heute zuhause. Ein spektakuläres, vielstimmiges Gebäude, das bis heute mit der Gegenwart resoniert.

Auffallend ist allerdings, dass an diesem Entwurf ausschließlich Männer beteiligt waren. In der Sammlung des Groninger Museums spiegelt sich ein ähnliches Ungleichgewicht: Nur zwei Prozent der Werke stammen von Frauen oder nicht-binären Personen. Diesen Umstand nimmt die Gruppenausstellung The Architect & The Housewife: Cleaning the House, Building the Future in den Blick. Sie stellt die Frage: Wer darf groß denken? Wer entwirft das Haus? Und wer hält es in Ordnung?

Die Ausstellung entlehnt ihren Titel der Publikation „The Architect & The Housewife“, in der die Künstlerin Frances Stark die Figuren „der Architekt“ und „die Hausfrau“ einführte, um Machtverhältnisse in der Welt der Kunst und im Leben zu untersuchen. Zwanzig renommierte internationale Künstler*innen tun dies ebenfalls. Damit öffnen sie Türen und Fenster, um frische Luft und neue Perspektiven ins Museum zu lassen.