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Pronkjewails. Design aus Vergangenheid und Gegenwart
Pronkjewails. Design aus Vergangenheid und Gegenwart © Foto Arjan Verschoor

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David Linares, Ohne Titel, 1989
David Linares
Ohne Titel (1989)
Ausgedacht und aus Pappmaché hergestellt, hat dieses Wesen der Mexikaner David Linares. Der Künstler stammt aus einer Familie, die seit einigen Generationen für die Allerheiligen-Umzüge am 1. November Figuren herstellt. In einer großen Prozession werden sie hoch über den Köpfen der Teilnehmer gezeigt. Im Grunde handelt es sich um traditionelle Gebrauchsgegenstände, die sowohl die Angst vor dem eigenen Tod thematisieren als auch der verstorbenen Heiligen und Märtyrer gedenken. Dieses Ungeheuer mit den Hörnern eines Steinbocks, den Klauen einer Eidechse, dem Schwanz eines Skorpions und Schmetterlingsflügeln ist allerdings keine gewöhnliche Prunkwagenfigur. Erfunden hat diesen Typus David Linares' Großvater, Pedro Linares, als er vom Fieber geschüttelt halluzinierte und Hybridwesen aus Eidechsen, Insekten, Vögel vor sich sah. Von dem Moment an stellte die ganze Familie solch visionären Kreaturen her.
Gesichtsmaske, 600-400 v. Chr., Warft Middelstum
Gesichtsmaske
600-400 v. Chr., Gefunden in der Warft von Middelstum Boerdamsterweg
Diese Halbmaske aus Ton stammt aus der Zeit um 500 v. Chr. und wurde bei Ausgrabungen der Siedlung Middelstum-Boerdamsterweg entdeckt. Die Rückseite ist hohl und am Rand lässt sich ein kleines Bohrloch erkennen, das vermutlich zur Befestigung eines Fadens diente. Es ist nicht bekannt, zu welchem Anlass die Maske getragen wurde. Gefunden wurde sie in der Nähe eines Tiergeheges und vielleicht hing sie dort an einem Pfahl, um böse Geister zu vertreiben, oder als Opfergabe, um die Götter zu besänftigen. Für die Siedler war das Wohlergehen ihrer Tiere überlebenswichtig. Entlang der nordniederländischen Küste fand man vereinzelt Abbildungen von Gesichtern, z. B. auf Tonfiguren, aber diese Maske ist einzigartig.
Michele de Lucchi (Ferrara 1951), Oceanic Lamp, 1982
Oceanic Lamp, 1982
Michele de Lucchi (Ferrara 1951)
Dies ist eine Lampe, die zugleich einer abstrakten Skulptur ähnelt. Aber: abstrakt? Irgendwie fühlt man sich auch an ein Tier erinnert. Vielleicht eine Art Seeschlange, wenn man den Titel Oceanic berücksichtigt. Oder sind es die Schornsteine eines Ozeanriesens? So simpel der Entwurf auch scheinen mag, so vielfältig sind die Assoziationen, die er hervorruft. Entworfen hat die Lampe der Italiener Michele de Lucchi. Er war ein prominentes Mitglied der Memphis-Gruppe (1981-1988), die die Tradition der angewandten Kunst mit ihrem fantasievollen Design mächtig aufwirbelte. Für sie stand nicht mehr die Funktionalität im Mittelpunkt, sondern die skulpturalen und assoziativen Merkmale eines Entwurfs. Memphis-Möbel sind nicht einfach Gebrauchsgegenstände, vielmehr sind es Wesen, die zu Mitbewohnern werden.
Jake & Dinos Chapman, Unholy McTrinity, 2003
Unholy McTrinity (2003)
Jake & Dinos Chapman
Die Brüder Jake und Dinos Chapman haben irgendwie eine Schwäche für McDonalds. Vielfach begegnet man dem Hamburgergiganten in ihren Arbeiten, auch in Unholy McTrinity, einer Figurengruppe, die auf das biblische Golgota verweist. Anstelle von Jesus hängt hier der Clown Ronald McDonald am Kreuz, ihm zur Seite die Personifizierungen zweier Kernprodukte des Unternehmens: die Maskottchen Hamburglar und Mayor McCheese, die vielen als Beigabe zu den Happy Meals bekannt sind. Die Chapmans verwirren ihr Publikum gern. Ist die „Unheilige Dreieinigkeit“ mit Ronald McDonald als Jesus am Kreuz eine Sozialanalyse, in der die McDonalds-Maskottchen die inspirierende Darstellung dessen sind, was unsere Gesellschaft heute bindet: immer mehr Produktion und Konsum? Oder ist die Plastik ein Symbol für den Niedergang des Kapitalismus, der, obwohl er nahezu religiöse Formen annimmt, letztlich nur geistige Leere hervorruft?
Michael Sweerts (Brüssel 1618 - 1664 Goa), Ein Junge, um 1655-61
Ein Junge (um 1655-61)
Michael Sweerts (Brüssel 1618 - 1664 Goa)
Ein kleiner Junge schaut einer Seifenblase nach, die an seinem Gesicht vorbeischwebt. Seifenblasen galten in der Malerei des 17. Jahrhunderts als Sinnbild der Vergänglichkeit, allerdings scheint das auf dieses anmutige Porträt kaum zuzutreffen. Gemalt hat es Michael Sweerts, von dem etwa zwölf ähnliche Bildnisse junger Menschen überliefert sind. Manche erkennen darin eine Verwandtschaft zum berühmten Mädchen mit dem Perlenohrgehänge von Jan Vermeer van Delft, aber, ob sich beide Maler überhaupt kannten, ist nicht belegt. Der in Brüssel gebürtige Sweerts war frommer Katholik. Er lebte und arbeitete jahrelang in Rom, wo er viele niederländische Kunden hatte und sogar mit einen päpstlichen Ritterorden geehrt wurde. 1662 zog er als Missionar nach Asien. Diesem Unterfangen war kein Erfolg beschieden und zwei Jahre später starb er in Indien.
Haas M
Hase
Japan
Das Groninger Museum besitzt eine der größten Sammlungen asiatischer Keramik in den Niederlanden. Ein Großteil des Porzellans kam zur Zeit der Niederländischen Ostindien-Kompanie VOC (1602-1799) in dieses Land. Figuren von Menschen und Tieren aus japanischem Porzellan wurden in erster Linie für den Export in den Westen hergestellt. In europäischen Häusern erfreuten sie sich als exotische Kuriosa aus dem damals noch mysteriösen fernen Osten großer Beliebtheit. In Japan und in China ist der Hase eines der zwölf Tierkreiszeichen und er symbolisiert Unsterblichkeit, Magie und das Verborgene. Laut Legende lebt der Hase auf dem Mond und bereitet dort einen Zaubertrank zu, der ewiges Leben schenkt. Er selbst wird ebenfalls sehr alt: Nach 500 Jahren wird er strahlend weiß, was wiederum an den Mond erinnert. Solch ein uralter, weißer Hase dürfte hier dargestellt sein.
Gürtelbeschlag, 90-640 n. Chr., Gefunden in Ezinge
Gürtelbeschlag, 590-640 n. Chr.
Gefunden in der Warft von Ezinge
Dieser seltene Männerschmuck gehört zu den schönsten Bodenfunden Groningens und ist der bedeutendste Gegenstand aus der Zeit der Merowinger in dieser Gegend. Im 6. und 7. Jh. n. Chr. erkannte man die Herrscher der friesischen Lande, zu denen auch das Groninger Küstengebiet zählte, an ihren Schmuckstücken aus Gold und Silber. Einer von ihnen wohnte auf der Warft von Ezinge, wo dieser Knauf gefunden wurde. Er war Teil eines Schwertriemens, mit dem die Schwertscheide am Gürtel befestigt wurde. Der Knauf besteht aus einer hohlen Pyramidenform aus vergoldetem Silber, in das mit Cloisonné-Technik Almandin (Eisentongranat) eingelegt wurde. Zwischen den farbigen Feldern befinden sich Filigranverzierungen. Zudem ist auf allen vier Seiten ist ein stilisierter Stierkopf dargestellt. Der Knauf wurde 2016 mit freundlicher Unterstützung der BankGiro Loterij erworben.
Groninger Museum, Groningen, Niederlande
Groninger Museum, Groningen, Niederlande

Wilkommen in Groningen

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Groningen: Malerei, Design, Fotografie, Mode, Installationen, Kunst der Gegenwart und Archäologie.

Kunstvermittlung

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Im Groninger Museum wird Kunstvermittlung großgeschrieben. Hier finden Sie Einzelheiten zur Kunstpädagogik für Schulen, Publikumsinformationen im Museum, Workshops und Kurse für Jung und Alt. Im Info Center können Sie Zeitschriften, Bücher und Videos zum Thema Kunst ansehen.

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Seit Eröffnung des heutigen Gebäudes 1994 durfte das Groninger Museum schon über fünf Millionen Besucher willkommen heißen. Um diese Erfolgsgeschichte fortschreiben zu können, wenden wir uns an all jene, die dem Groninger Museum wohlgesinnt sind.

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Mitglieder des Vereins haben freien Eintritt ins Museum, zu Vorträgen (vor allem in niederländischer Sprache), Vorbesichtigungen und Exkursionen. Der Verein unterstützt das Museum in finanzieller Hinsicht und leistet jährlich einen Betrag zu Ankäufen oder Projekten.

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Das Groninger Museum bietet ein inspirierendes Umfeld und interessante Gesprächspartner. Sie erhalten exklusiven Eintritt zu Ausstellungen, z. B. als Vorbesichtigung, oder einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen. Wir zeigen Ihnen überraschende, neue und selten gezeigte Arbeiten. Sie lernen Künstler aus dem In- und Ausland kennen, die Ihnen gern über ihre Arbeit berichten.

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