Zum Hauptinhalt
Jan Wiegers, Odaliske, 1944, Sammlung Groninger Museum
Jan Wiegers, Odaliske, 1944, Sammlung Groninger Museum
bis 20. Januar 2019

Tendenzen — De Ploeg nach 1928

Ausstellung ansehen

Heute geöffnet

Von 10:00 - 17:00

Besuch

Online Serie

Kalender

Gesichtsmaske, 600-400 v. Chr., Warft Middelstum
Gesichtsmaske
600-400 v. Chr., Gefunden in der Warft von Middelstum Boerdamsterweg
Diese Halbmaske aus Ton stammt aus der Zeit um 500 v. Chr. und wurde bei Ausgrabungen der Siedlung Middelstum-Boerdamsterweg entdeckt. Die Rückseite ist hohl und am Rand lässt sich ein kleines Bohrloch erkennen, das vermutlich zur Befestigung eines Fadens diente. Es ist nicht bekannt, zu welchem Anlass die Maske getragen wurde. Gefunden wurde sie in der Nähe eines Tiergeheges und vielleicht hing sie dort an einem Pfahl, um böse Geister zu vertreiben, oder als Opfergabe, um die Götter zu besänftigen. Für die Siedler war das Wohlergehen ihrer Tiere überlebenswichtig. Entlang der nordniederländischen Küste fand man vereinzelt Abbildungen von Gesichtern, z. B. auf Tonfiguren, aber diese Maske ist einzigartig.
Jeff Koons (York, PA 1955), Christ and the Lamb, 1988
Christ and the Lamb, 1988
Jeff Koons (York, PA 1955)
In den 1980er-Jahren erntete Jeff Koons mit seinem provokanten „Kitsch“ Entrüstung. Manch einer verteufelte ihn, obwohl Koons selbst sich unbeirrt als freundlich lächelnder Engel gab. Worum es ihm nach eigener Aussage ging, war einzig, den Menschen „zurückzugeben, was sie tief im Innern“ am schönsten finden: Luxus, Glanz, zuckersüße Farben und sentimentale Bilder. Für diesen Spiegel verwendete er das Fragment eines Gemäldes von Leonardo da Vinci (Anna selbdritt, 1510, Louvre). Der aufmerksame Betrachter erkennt darin das Jesuskind, das ein Lamm liebkost. Der vergoldete Rahmen ist eine Referenz an die dekorativ-verspielte Epoche des Rokoko. Koons spielt ein verwirrendes Spiel auf der Grenzfläche von hoher Kunst und Kitsch, von Frömmigkeit und Banalität.
Michael Sweerts (Brüssel 1618 - 1664 Goa), ein Junge, um 1655-61
Ein Junge (um 1655-61)
Michael Sweerts (Brüssel 1618 - 1664 Goa)
Ein kleiner Junge schaut einer Seifenblase nach, die an seinem Gesicht vorbeischwebt. Seifenblasen galten in der Malerei des 17. Jahrhunderts als Sinnbild der Vergänglichkeit, allerdings scheint das auf dieses anmutige Porträt kaum zuzutreffen. Gemalt hat es Michael Sweerts, von dem etwa zwölf ähnliche Bildnisse junger Menschen überliefert sind. Manche erkennen darin eine Verwandtschaft zum berühmten Mädchen mit dem Perlenohrgehänge von Jan Vermeer van Delft, aber, ob sich beide Maler überhaupt kannten, ist nicht belegt. Der in Brüssel gebürtige Sweerts war frommer Katholik. Er lebte und arbeitete jahrelang in Rom, wo er viele niederländische Kunden hatte und sogar mit einen päpstlichen Ritterorden geehrt wurde. 1662 zog er als Missionar nach Asien. Diesem Unterfangen war kein Erfolg beschieden und zwei Jahre später starb er in Indien.
Gürtelbeschlag, 90-640 n. Chr., Gefunden in Ezinge
Gürtelbeschlag, 590-640 n. Chr.
Gefunden in der Warft von Ezinge
Dieser seltene Männerschmuck gehört zu den schönsten Bodenfunden Groningens und ist der bedeutendste Gegenstand aus der Zeit der Merowinger in dieser Gegend. Im 6. und 7. Jh. n. Chr. erkannte man die Herrscher der friesischen Lande, zu denen auch das Groninger Küstengebiet zählte, an ihren Schmuckstücken aus Gold und Silber. Einer von ihnen wohnte auf der Warft von Ezinge, wo dieser Knauf gefunden wurde. Er war Teil eines Schwertriemens, mit dem die Schwertscheide am Gürtel befestigt wurde. Der Knauf besteht aus einer hohlen Pyramidenform aus vergoldetem Silber, in das mit Cloisonné-Technik Almandin (Eisentongranat) eingelegt wurde. Zwischen den farbigen Feldern befinden sich Filigranverzierungen. Zudem ist auf allen vier Seiten ist ein stilisierter Stierkopf dargestellt. Der Knauf wurde 2016 mit freundlicher Unterstützung der BankGiro Loterij erworben.
Michele de Lucchi (Ferrara 1951), Oceanic Lamp, 1982
Oceanic Lamp, 1982
Michele de Lucchi (Ferrara 1951)
Dies ist eine Lampe, die zugleich einer abstrakten Skulptur ähnelt. Aber: abstrakt? Irgendwie fühlt man sich auch an ein Tier erinnert. Vielleicht eine Art Seeschlange, wenn man den Titel Oceanic berücksichtigt. Oder sind es die Schornsteine eines Ozeanriesens? So simpel der Entwurf auch scheinen mag, so vielfältig sind die Assoziationen, die er hervorruft. Entworfen hat die Lampe der Italiener Michele de Lucchi. Er war ein prominentes Mitglied der Memphis-Gruppe (1981-1988), die die Tradition der angewandten Kunst mit ihrem fantasievollen Design mächtig aufwirbelte. Für sie stand nicht mehr die Funktionalität im Mittelpunkt, sondern die skulpturalen und assoziativen Merkmale eines Entwurfs. Memphis-Möbel sind nicht einfach Gebrauchsgegenstände, vielmehr sind es Wesen, die zu Mitbewohnern werden.
Wobbe Alkema (Borger 1900 - 1984 Kampen), Komposition Nr. 3, 1924
Komposition Nr. 3, 1924
Wobbe Alkema (Borger 1900 – 1984 Kampen)
Von allen Ploeg-Künstlern malte Wobbe Alkema am abstraktesten. Im Grunde zu introvertiert für das gesellige Vereinsleben der Künstlergruppe, war er nur für kurze Zeit Ploeg-Mitglied. Im Gegensatz zu seinen Kollegen zog es ihn auch nicht ins Freie zum Malen. Lieber blieb er in seinem Atelier und versuchte auf seine Weise, seinen inneren Stimmungen malerischen Ausdruck zu verschaffen. Ab 1922 verwendete er dafür ausschließlich geometrische Formen, wie Quadrate, Dreiecke und Kreise. In Komposition Nr. 3 trug er diese Formen auf einem dunklen Untergrund in dünnen Farbschichten auf. Das Bild zeigt eine harmonische Verschmelzung von Gegensätzen: zum Einen die strenge Formensprache, zum Anderen die reiche, warme Farbpalette.
Groninger Museum bei Nacht
Groninger Museum

Wilkommen in Groningen

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Groningen: Malerei, Design, Fotografie, Mode, Installationen, Kunst der Gegenwart und Archäologie.

Kunstvermittlung

Kunstvermittlung

Im Groninger Museum wird Kunstvermittlung großgeschrieben. Hier finden Sie Einzelheiten zur Museumspädagogik für Schulen, Publikumsinformationen im Museum, Workshops und Kurse für Jung und Alt. Im Info Center können Sie Zeitschriften, Bücher und Videos zum Thema Kunst ansehen.

Museumspädagogik

Engagement

Groninger Museum
Groninger Museum, Außenansicht Starck-Pavillon

....

link

Mitglieder des Vereins haben freien Eintritt ins Museum, zu Lesungen (vor allem in niederländischer Sprache), Vorbesichtigungen und Exkursionen. Der Verein unterstützt das Museum in finanzieller Hinsicht und leistet jährlich einen Betrag zu Ankäufen oder Projekten.

Mehr lesen

....

Mehr lesen