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Pressemitteilung

Neues künstlerisches Programm ab September 2026

Donnerstag 5 Februar 2026
100 Make up Alessandro Mendini und von links nach rechts Sergio Capelli Patrizia Ranzo Giusi Mastro Brigitta Watz Mara Voce Esther Mahlangu 1992
100 Make up Alessandro Mendini und von links nach rechts Sergio Capelli Patrizia Ranzo Giusi Mastro Brigitta Watz Mara Voce Esther Mahlangu 1992

Mit einer dreitägigen Eröffnungsfeier vom 18. bis 20. September 2026 startet das neue Programm der künstlerischen Leiterin des Groninger Museums, Roos Gortzak. Inspiriert von der ikonischen Architektur des Museums und seiner vielseitigen Sammlung eröffnen drei miteinander verzahnte Ausstellungen: The Architect & The Housewife: Cleaning the House, Building the Future, Neues Licht 1: Ani Schulze – The Convent of Pleasure sowie die dritte Ausgabe der Kinderbiennale. Im Frühjahr und Sommer gibt es mit der Ausstellung Bakstain und dem Sommerprogramm Walking Museum einiges zu erleben.

VORSCHAU

Bakstain 
9. Mai – 23. August 2026
Seit Jahrhunderten prägt Backstein, geformt aus dem grauem Groninger Lehm und gebrannt in tiefen Rot- und Orangetönen, das Erscheinungsbild von Stadt und Land. Die Ausstellung Bakstain wie Backstein im Groninger Dialekt heißt, widmet sich der Kulturgeschichte dieses charakteristischen Baustoffs und zeigt, dass er weit mehr ist als gebrannte Ziegel. Fachliches Können, Wissen und Kultur des hiesigen Mauerhandwerks stehen im Mittelpunkt. Die Ausstellung zeichnet das Porträt einer Region, deren Identität im Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart verankert ist. Der Künstler Gus Drake entwickelt eigens für Bakstain eine immersive VR-Erfahrung.

Kuratiert von Edgar Pelupessy

Walking Museum 
16. August – 16. September 2026
Als der damalige Direktor Frans Haks den Neubau des Groninger Museums vorstellte, sah er eine flexible, bewegliche Struktur vor sich, die in einen lebendigen Austausch mit der Umgebung treten sollte. „Warum nicht ein ‚Walking Museum‘, das sich im Sommer zum Wasser hin öffnet und im Winter, wenn das Eis trägt, über sich hinauswächst?“, notierte Haks 1986 in seinem Tagebuch.

Im Sommer 2026 geht das Groninger Museum auf Wanderschaft. Inspiriert von der avantgardistischen Kunstgruppe De Ploeg, deren Mitglieder an unterschiedlichsten Orten unter freiem Himmel arbeiteten, schwärmt das Walking Museum aus über Stadt und Land. Begleiten Sie uns auf unseren De-Ploeg-Radtouren, begegnen Sie dem reisenden Minimuseum Airstream caravan an unerwarteten Stellen, besuchen Sie in Eemshaven das Projekt Soundings, entdecken Sie die prägnanten Groninger Stadtmarkierungen, feiern Sie die das neue Magazin, das sich mit zehn Jahren Programmgeschichte im Wall House #2 befasst, oder besuchen Sie die Open-Air-Ausstellung von Into Nature: Haunted by Waters.

Das neue künstlerische Programm
18.-20. September 2026
Dreitägige Feierlichkeiten bilden im September 2026 den Auftakt für das neue Programm der künstlerischen Leiterin Roos Gortzak. Es ist inspiriert von der ikonischen Architektur des Groninger Museums und tief verwurzelt in dessen vielseitiger Sammlung.

Ausgehend von der DNA des Gebäudes und seiner außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte – ein Museum mit nicht nur einem, sondern vielen Architekten– richtet sich der neue Kurs in den kommenden Jahren auf Experimentierfreude und Kooperationen.
Damit greift das Museum jenen Kurs wieder auf, den es um 1990 eingeschlagen hatte, als hochkarätige internationale Kunst im Fokus des Sammelns und Ausstellens stand. Zugleich suchen wir das Gespräch mit unserer einzigartigen Kollektion: die De-Ploeg-Sammlung, Werke des internationalen Memphis-Design-Kollektivs, Fluxus-Publikationen und asiatische Keramik: Back to the Future!

Gortzaks Programmierung nimmt künstlerische Spannungsfelder zum Ausgangspunkt. Im ersten Jahr steht der Kontrast zwischen „dem Architekten“ und „der Hausfrau“ im Zentrum. Das zweite Jahr widmet sich der Wechselwirkung zwischen dem „Tod“ und dem „Herzen“. Aus diesen Spannungen entsteht eine produktive Reibung, die neue Zugänge zu den architektonischen Potenzialen und zur Bedeutung des Museums im 21. Jahrhundert eröffnet.

The Architect & The Housewife: Cleaning the House, Building the Future 
19. September 2026 – 9. Mai 2027  
„Möge Kunst die Zukunft regieren.“ Diesen Wunsch äußerte Alessandro Mendini in den 1990er-Jahren, um Groninger Politiker*innen und Geldgeber*innen von seinen eigenwilligen Plänen für das neue Groninger Museum zu überzeugen. Denn er hatte keinen herkömmlichen Museumsneubau vor Augen. Ausgehend von verschiedenen Entwürfen für ein Tablett mit Tee- und Kaffeekanne, Milchkännchen und Zuckerdose fragte er sich, was geschehen würde, wenn man die Dimensionen dieses Ensembles vergrößert. Könnte daraus ein neuartiges Museum erstehen? Ein einladender Ort für die Öffentlichkeit und ein Zuhause für die Kunst zugleich?

Seine Antwort ist Groninger Museum auf der Museumeiland 1. Der Entwurf von Alessandro Mendini, in Zusammenarbeit mit Michele de Lucchi, Philippe Starck, der Architektenkooperative Coop Himmelb(l)au und dem damaligen Direktor Frans Haks, ist ein einzigartiges Bauwerk, auf das die Menschen in Groningen stolz sind. Hier ist die Kraft künstlerischer Imagination bis heute zuhause. Ein spektakuläres, vielstimmiges Gebäude, das bis heute mit der Gegenwart resoniert.

Auffallend ist jedoch, dass bei an seinem Entwurf ausschließlich Männer beteiligt waren. In der Sammlung des Groninger Museums spiegelt sich eine ähnliche Unausgewogenheit: Nur zwei Prozent der Werke stammen von Frauen oder nicht-binären Personen. Diesen Umstand nimmt die Gruppenausstellung The Architect & The Housewife: Cleaning the House, Building the Future in den Fokus. Sie stellt die Frage: Wer darf groß denken? Wer entwirft „das Haus“ und wer hält es in Ordnung?

Die Ausstellung entlehnt ihren Titel der Publikation „The Architect & The Housewife“, in der die Künstlerin Frances Stark die Figuren „des Architekten“ und „der Hausfrau“ einführt, um Machtverhältnisse in der Welt der Kunst und im Leben zu untersuchen. Zwanzig renommierte internationale Künstler*innen tun dies ebenfalls. Damit öffnen sie Türen und Fenster, um frische Luft und neue Perspektiven ins Museum zu lassen.

Kuratiert von Roos Gortzak und Clare Molloy

Kinderbiennale
19. September 2026 – 10. Januar 2027
Für die dritte Ausgabe der Kinderbiennale wurden Künstler*innen eingeladen, gesellschaftliche Normen und Strukturen zu hinterfragen, für die die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen ein integraler Bestandteil ihrer Praxis ist. Sie brechen mit gängigen Vorstellungen und überlieferten Rollenbildern, die von unserem Bildungssystem, sozialen Netzwerken, den Medien und der Familie vorgegeben werden. Welche bewusst oder unbewusst adaptierten Normen und Regeln wollen wir übernehmen, welche nicht? Welche Kraft liegt im Ungehorsam und welche Rolle können Sehnsüchte und die Vorstellungskraft spielen? Anknüpfend an die Ausstellung The Architect & The Housewife: Cleaning the House, Building the Future regt die Ausstellung an, über gemeinsames Leben, Arbeiten und Spielen nachzudenken.

Kuratiert von Judith Spijksma

Neues Licht 1: Ani Schulze – The Convent of Pleasure
19. September 2026 – 14. März 2027     
Für Neues Licht 1 beauftragte das Groninger Museum die Künstlerin Ani Schulze mit der Produktion einer neuen Folge ihrer Soap-Opera-Serie The Convent of Pleasure, die im Groninger Museum gefilmt wird. Darin übernimmt die Museumsarchitektur eine zentrale Rolle und verwandelt sich in ein „Kloster des Vergnügens“. Die Arbeit basiert auf Schulzes Recherche zur Kunstgruppe De Ploeg, insbesondere den Werken von Alida Pott. Schulze ließ sich von der kollektiven Struktur der Gruppe leiten wie auch von den besonderen Puppen und Aquarellen, die Pott geschaffen hat.

Neues Licht 1: Ani Schulze – The Convent of Pleasure ist die erste Ausstellung einer neuen Reihe, mit der das Groninger Museum die Sammlung der avantgardistischen Kunstgruppe De Ploeg aus einem neuen Blickwinkel betrachtet.

Kuratiert von Clare Molloy

 

AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

Derzeit zu sehen: Hip Hop Is, Neues Licht – De Ploeg, Drachen und Dämonen – 5000 Jahre asiatische Keramik, Wer schreibt Geschichte? und It’s About Time. Weitere Informationen zu den laufenden Ausstellungen und aktuellen Terminen finden Sie unter www.groningermuseum.nl/de/jetzt

Hinweis für die Redaktion, nicht zur Veröffentlichung

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Abteilung Kommunikation, Marketing & PR:

050 3666512 - pr@groningermuseum.nl