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Überblick
Ausstellung

Bakstain

Cornelis Peters Backsteinarchitektur in Groningen 1880 1920 Sammlung Groningen Archieven
Cornelis Peters Backsteinarchitektur in Groningen 1880 1920 Sammlung Groningen Archieven
Samstag 9. Mai 2026 bis Sonntag 23. August 2026
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Seit Jahrhunderten prägen Backsteine, die aus Groninger Ton geformt und zu warmen Rot-Orange-Tönen gebrannt werden, das Erscheinungsbild unserer Stadt und Provinz. Bakstain befasst sich mit der Kulturgeschichte dieser charakteristischen Steine und zeigt, dass sie viel mehr sind als nur Baumaterial. Die Ausstellung würdigt das Handwerk, das Wissen und die Kultur des Groninger Backsteins und beleuchtet die Widerstandsfähigkeit der Region, in der Vergangenheit und Gegenwart zusammenkommen. Der Künstler Gus Drake entwickelt speziell für Bakstain ein Virtual-Reality-Erlebnis.

Mit Bakstain, Groninger Dialekt für Backstein, würdigt das Groninger Museum ein scheinbar einfaches Material, das tief in der Geschichte und Identität von Groningen verwurzelt ist. Die Ausstellung beleuchtet die Groninger Backsteinindustrie, die bis ins Mittelalter zurückreicht und sich zu einer der bedeutendsten lokalen Industrien der Provinz entwickelte. Aufgrund ihrer Größe und langen Geschichte prägte die Backsteinindustrie die Landschaft, die Architektur und das tägliche Leben nachhaltig.

Groninger Rot
Eine besondere Rolle spielt der charakteristische rot-orangefarbene Ton, der vor Ort gebrannt wird und auch als Groninger Rot bezeichnet wird. Diese Farbe prägt sowohl das Stadtbild als auch die Umgebung und entsteht durch die spezifische Zusammensetzung des Tons. Gleichzeitig zeigt Bakstain, dass dieses vertraute Material nicht selbstverständlich ist. Aufgrund veränderter Marktbedingungen mussten viele Fabriken ihre Türen schließen. Wo es einst fast mehr als sechzig Backsteinfabriken in der Provinz gab, ist heute nur noch eine einzige in Betrieb. 

Mehr als nur Baumaterial
Bakstain verbindet Handwerk, Architektur und Kunst. Die Ausstellung macht deutlich, dass die Groninger Backsteine nicht nur funktionale Bausteine sind, sondern auch bedeutungsvolle Träger von Kultur. In einer Zeit, in der traditionelle Handwerksberufe unter Druck stehen, betont Bakstain den kulturellen Reichtum der Handwerkskunst.

De Lucchi Pavillon
Die Ausstellung findet im De Lucchi Pavillon des Groninger Museums statt, der selbst aus Backsteinen gebaut und vom italienischen Architekten Michele de Lucchi entworfen wurde. Das Gebäude erinnert optisch an die alten Befestigungsanlagen der Stadt und bietet den perfekten Rahmen für eine Ausstellung über Backsteine als Träger von Geschichte und Identität.

Gus Drake
In Zusammenarbeit mit Bakstain präsentiert das Groninger Museum speziell von Gus Drake geschaffene Werke. Drake ist ein interdisziplinärer Künstler, der sich mit der Beziehung zwischen Menschen und ihrer Umwelt auseinandersetzt. In einer Virtual-Reality-Erfahrung lässt er die Erinnerungen der Bewohner von Overschild wieder aufleben, einem Dorf in Groningen, in dem fast alle Häuser aufgrund von Erdbebenschäden abgerissen werden. Drake stand jahrelang in Kontakt mit diesen Bewohnern. Die Besucher der Ausstellung können in einer virtuellen Umgebung in ihre Häuser und persönlichen Geschichten eintauchen, in der die Wände von dem Verlust erzählen, der sich hinter dem Verschwinden eines Zuhauses verbirgt.